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 Betreff des Beitrags: Re: Sinn, Unsinn, Sinnlos
BeitragVerfasst: So 5. Mai 2013, 12:37 
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rhabarbarum hat geschrieben:
Während fast 25 Jahren (inzwischen abgeschlossener) Zenpraxis ist mir immer wieder aufgefallen, dass etwas das man sehr intensiv betrachtet seine Bedeutung verliert und es quasi 'sinnlos' wird. (Dazu gibt es im Zen etliche Übungen). Vergleichbar mit dem häufigen wiederholen eines Wortes, das dann irgendwann seine Bedeutung verliert.

Zunehmend in den letzten Jahren sind mir immer häufiger Menschen begegnet, die sich darüber beklagten, dass ihr Leben 'sinnlos' wäre und sie es nicht schaffen würden einen Sinn zu finden.
(wiki)


Hm, das könnte ich so nicht unterschreiben. Ich hab ja ziemlich regen Kontakt zum Jungvolk durch meine BM Tätigkeit. Früher mit den Zivis, jetzt mit den FSJlern und Budfdis. Alle so zwischen 18 und 20 Jahren alt. Da ist mir bis dato noch niemand begegnet, der so eingestellt wäre. Obwohl auch Schulabbrecher darunter sind. Die benutzen dann die Zeit bei uns zum suchen und finden des für sie richtigen Weges. Ich gehe nicht davon aus, dass mir alles was vorspielen. Nee, die sind wirklich so drauf, wie ich sie erlebe.
Allerdings haben diese werdenden Erwachsenen in aller Regel keinerlei Erfahrung mit Zen oder ähnlichen Sachen. Möglicherweise sind sie deshalb noch so unbekümmert. ;)
Mich würde interessieren, wie du zu deiner Sicht gekommen bist.


behutsam dazu senfend.............tribald


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 Betreff des Beitrags: Re: Sinn, Unsinn, Sinnlos
BeitragVerfasst: So 5. Mai 2013, 12:44 
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tribald hat geschrieben:
rhabarbarum hat geschrieben:
Während fast 25 Jahren (inzwischen abgeschlossener) Zenpraxis ist mir immer wieder aufgefallen, dass etwas das man sehr intensiv betrachtet seine Bedeutung verliert und es quasi 'sinnlos' wird. (Dazu gibt es im Zen etliche Übungen). Vergleichbar mit dem häufigen wiederholen eines Wortes, das dann irgendwann seine Bedeutung verliert.

Zunehmend in den letzten Jahren sind mir immer häufiger Menschen begegnet, die sich darüber beklagten, dass ihr Leben 'sinnlos' wäre und sie es nicht schaffen würden einen Sinn zu finden.
(wiki)


Hm, das könnte ich so nicht unterschreiben. Ich hab ja ziemlich regen Kontakt zum Jungvolk durch meine BM Tätigkeit. Früher mit den Zivis, jetzt mit den FSJlern und Budfdis. Alle so zwischen 18 und 20 Jahren alt. Da ist mir bis dato noch niemand begegnet, der so eingestellt wäre. Obwohl auch Schulabbrecher darunter sind. Die benutzen dann die Zeit bei uns zum suchen und finden des für sie richtigen Weges. Ich gehe nicht davon aus, dass mir alles was vorspielen. Nee, die sind wirklich so drauf, wie ich sie erlebe.
Allerdings haben diese werdenden Erwachsenen in aller Regel keinerlei Erfahrung mit Zen oder ähnlichen Sachen. Möglicherweise sind sie deshalb noch so unbekümmert. ;)
Mich würde interessieren, wie du zu deiner Sicht gekommen bist.

behutsam dazu senfend.............tribald

Wie er zu dieser Sicht gekommen ist? Hat rhabarbarum doch geschrieben: durch langjährige Zen-Praxis. Ist offenbar ungesund. Bild

_________________
"Mangel an historischem Sinn ist der Erbfehler aller Philosophen ... Alles aber ist geworden;
es gibt keine ewigen Tatsachen: sowie es keine absoluten Wahrheiten gibt."


- Friedrich Nietzsche


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 Betreff des Beitrags: Re: Sinn, Unsinn, Sinnlos
BeitragVerfasst: Mo 6. Mai 2013, 13:19 
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Beiträge: 44
Auch ich habe es vor vielen Jahren mal mit Meditation in verschiedenen Variationen versucht. Keine Ahnung, ob es etwas gebracht hat. Nach einigen Sitzungen war ich überzeugt, dass ja, dann wieder fand ich es eine Zeit lang nur öde. Und wozu ist die Erleuchtung letzten Endes gut? Man macht dasselbe wie vorher, nur dass man das Gefühl hat, einmal erleuchtet gewesen zu sein.

Vielleicht suchen wir hierzulande vor allem deswegen einen tieferen Sinn des Seins, weil uns von Kirchenvertretern erfolgreich eingeredet wurde, dass es diesen Sinn gebe, nämlich ein höheres Wesen, von dem sie wissen, was es will. Ohne diese "Information" würden wir vielleicht alle stillvergnügt vor uns hin leben und uns einfach am Leben freuen, die Widrigkeiten aushalten oder bekämpfen und versuchen, das Beste daraus zu machen.

Wenn jemand noch nichts von diesem tieferen Sinn durch das höhere Wesen gehört hat, dann fehlt ihm einfach nur ein zusätzlicher Druck, irgendetwas so zu machen, wie andere sich das vorstellen. Das ist dann manchmal das Schreckgespenst für Gläubige: ohne Gott gibt es nur sinnloses Leben! :o

Übrigens: eines der entspanntesten Lebewesen, das ich kenne, ist der Kater meiner Schwester. Ohne dass sich je Gedanken über den Sinn seines Lebens zu machen, lässt er es sich einfach gutgehen, nimmt sich an Futter und Streicheleinheiten, was er braucht und tut was er mag. Vielleicht ist das Grübeln über den Sinn des Lebens genau ein Dreh der Schraube im Kopf zu viel und hindert nur an einem erfüllten Leben.


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 Betreff des Beitrags: Re: Sinn, Unsinn, Sinnlos
BeitragVerfasst: Mo 6. Mai 2013, 14:39 
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Beiträge: 140
Marcellinus hat geschrieben:
Wie er zu dieser Sicht gekommen ist? Hat rhabarbarum doch geschrieben: durch langjährige Zen-Praxis. Ist offenbar ungesund.

ha,ha, lach mich schlapp.

Ich habe zwei Dinge mit einander verglichen.
Auf der einen Seite, nach meinem Eindruck*, junge Erwachsene die 'einen Sinn' suchen und teils einen schon fast depressiven Eindruck machen weil sie den nicht finden. Aus meiner Jugend/jungen Erwachsenenzeit kenne ich das nicht. Bestimmte Gedanken kamen mir gar nicht.
Und ich habe mich gefragt, ob es sein kann, dass ein Teil dieses Problems daher kommt, dass viele junge Leute (sicher nicht alle) sehr auf sich fokussiert sind und sich, ihre Gefühlsregungen, ihr Äußeres unablässig beobachten.

Das habe ich verglichen mit Techniken des Zen bei denen man z.B. einen Gegenstand lange Zeit anschaut. Mit der Zeit verliert dieser Gegenstand seine 'normale' Bedeutung, wird quasi 'sinnlos'. Diese Techniken werden in Abwandlung auch z.B. beim Zeichnen und Malen lernen angewandt - dort werden Gegenstände auf den Kopf gestellt und damit aus ihrem Kontext genommen.

Meine Überlegung war, dass vielleicht die 'Selbstverständlichkeit des Seins' einigen, manchen, vielen? mit aus dem Grund abhanden gekommen ist weil sich zu sehr auf sich fokussiert sind und dadurch quasi den Kontext verloren haben.

Aber vielleicht sind das blöde Überlegungen die sowieso nirgendwo hin führen und voellig irrelevant.

Juana hat geschrieben:
...wozu ist die Erleuchtung letzten Endes gut?

oh, ging es darum? ;)

Juana hat geschrieben:
Vielleicht suchen wir hierzulande vor allem deswegen einen tieferen Sinn des Seins, weil uns von Kirchenvertretern erfolgreich eingeredet wurde, ...

Das kann gut sein. Und vielleicht sogar nicht nur von den Kirchenvertretern, sondern allgemein und implizit... jung, hip, erfolgreich, beliebt, ...

Juana hat geschrieben:
...der Kater
...ein Dreh der Schraube im Kopf zu viel und hindert nur an einem erfüllten Leben.

Ja, das geht in die Richtung die ich meinte. Der Kater lebt und nimmt das Leben wie es kommt. Für Dinge die er wichtig findet wird er aktiv - Aufforderung zum Kraulen, nach Futter maunzen... ich denke er mach sich keine Gedanken darueber ob er zu dick, zu dünn, zu... ist.




*der verzerrt sein kann, da es hauptsächlich Studenten sind


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 Betreff des Beitrags: Re: Sinn, Unsinn, Sinnlos
BeitragVerfasst: Mo 6. Mai 2013, 14:45 
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Juana hat geschrieben:
Übrigens: eines der entspanntesten Lebewesen, das ich kenne, ist der Kater meiner Schwester. Ohne dass sich je Gedanken über den Sinn seines Lebens zu machen, lässt er es sich einfach gutgehen, nimmt sich an Futter und Streicheleinheiten, was er braucht und tut was er mag. Vielleicht ist das Grübeln über den Sinn des Lebens genau ein Dreh der Schraube im Kopf zu viel und hindert nur an einem erfüllten Leben.

Da ist was Wahres dran, aber das hat natürlich auch einen Grund. Im Gegensatz zu Katzen, die ich auf diesem Gebiet mindestens ebenso sehr bewundere wie du, haben wir nicht nur Vorstellungen von der Gegenwart, sondern auch von Vergangenheit und Zukunft. Das gibt uns den Vorteil, planen zu können, hat aber den Nachteil, daß es sich schwer abschalten läßt. Wenn man dann noch unter dem Einfluß von allerlei religiösen oder ideologischen Fantasievorstellungen aufwächst, und die Frage nach dem "Sinn des Lebens" ist sicher ein davon, dann hat man ein Problem und läuft ständig irgendwelchen Chimären hinterher.

Entspannungsübungen, und Meditation gehört ja in gewissen Sinne dazu, können eine Hilfe sein, etwas mehr im "Hier und Jetzt" zu leben, allerdings nur, wenn man sie nicht zu Anlaß nimmt, die damit unvermeidlich verbundenen Empfindungen und Effekte für mehr zu nehmen als Ablenkungen. Wenn dagegen religiöse Menschen meditieren, ist die Gefahr ziemlich groß, daß sie irgendwann meinen, die "Stimme Gottes" zu hören oder ähnliches, und dann wird alles nur viel schlimmer, denn zu den Bildern und Stimmen in unserem Kopf haben wir verständlicherweise besonders wenig Distanz.

P.S.: "Erleuchtung" ist genau so ein Effekt, bei dem ich sehr zur Vorsicht raten würde. Bild

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 Betreff des Beitrags: Re: Sinn, Unsinn, Sinnlos
BeitragVerfasst: Mo 6. Mai 2013, 14:47 
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rhabarbarum hat geschrieben:
Marcellinus hat geschrieben:
Wie er zu dieser Sicht gekommen ist? Hat rhabarbarum doch geschrieben: durch langjährige Zen-Praxis. Ist offenbar ungesund.

ha,ha, lach mich schlapp.

Ich habe zwei Dinge mit einander verglichen.
Auf der einen Seite, nach meinem Eindruck*, junge Erwachsene die 'einen Sinn' suchen und teils einen schon fast depressiven Eindruck machen weil sie den nicht finden. Aus meiner Jugend/jungen Erwachsenenzeit kenne ich das nicht. Bestimmte Gedanken kamen mir gar nicht.
Und ich habe mich gefragt, ob es sein kann, dass ein Teil dieses Problems daher kommt, dass viele junge Leute (sicher nicht alle) sehr auf sich fokussiert sind und sich, ihre Gefühlsregungen, ihr Äußeres unablässig beobachten.

Das habe ich verglichen mit Techniken des Zen bei denen man z.B. einen Gegenstand lange Zeit anschaut. Mit der Zeit verliert dieser Gegenstand seine 'normale' Bedeutung, wird quasi 'sinnlos'. Diese Techniken werden in Abwandlung auch z.B. beim Zeichnen und Malen lernen angewandt - dort werden Gegenstände auf den Kopf gestellt und damit aus ihrem Kontext genommen.

Meine Überlegung war, dass vielleicht die 'Selbstverständlichkeit des Seins' einigen, manchen, vielen? mit aus dem Grund abhanden gekommen ist weil sich zu sehr auf sich fokussiert sind und dadurch quasi den Kontext verloren haben.

Aber vielleicht sind das blöde Überlegungen die sowieso nirgendwo hin führen und voellig irrelevant.

Nein, keineswegs. Erinnert mich an die Geschichte von dem Tausendfüßler, der sich irgendwann fragte, wie das eigentlich geht, mit so vielen Füßen zu laufen. Seit dem Tage konnte er es nicht mehr. Bild

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 Betreff des Beitrags: Re: Sinn, Unsinn, Sinnlos
BeitragVerfasst: Mo 6. Mai 2013, 17:35 
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Juana hat geschrieben:
Übrigens: eines der entspanntesten Lebewesen, das ich kenne, ist der Kater meiner Schwester. Ohne dass sich je Gedanken über den Sinn seines Lebens zu machen, lässt er es sich einfach gutgehen, nimmt sich an Futter und Streicheleinheiten, was er braucht und tut was er mag. Vielleicht ist das Grübeln über den Sinn des Lebens genau ein Dreh der Schraube im Kopf zu viel und hindert nur an einem erfüllten Leben.


Ich kann von meinen Katzen dasselbe berichten. Moeglicherweise ist das, was Menschen dazu gefuehrt hat, Kulturen, die Kust und philosophie zu entwickeln, alles Dinge, die zu unserer heutigen technologischen Zivilisation gefuehrt haben, gerade die "lockere Schraube", die uns veranlasst, die Welt zu verkomplizieren und mit Blick auf innere Gelassenheit usw. hinter Katzen zuruckzubleiben. Und Zen und aehnliches waeren dann eine Reaktion darauf, ein Versuch, zum Natuerlichen zurueckzukehren.


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 Betreff des Beitrags: Re: Sinn, Unsinn, Sinnlos
BeitragVerfasst: Mi 8. Mai 2013, 10:53 
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Marcellinus hat geschrieben:
Im Gegensatz zu Katzen, die ich auf diesem Gebiet mindestens ebenso sehr bewundere wie du, haben wir nicht nur Vorstellungen von der Gegenwart, sondern auch von Vergangenheit und Zukunft. Das gibt uns den Vorteil, planen zu können, hat aber den Nachteil, daß es sich schwer abschalten läßt. Wenn man dann noch unter dem Einfluß von allerlei religiösen oder ideologischen Fantasievorstellungen aufwächst, und die Frage nach dem "Sinn des Lebens" ist sicher ein davon, dann hat man ein Problem und läuft ständig irgendwelchen Chimären hinterher.

Entspannungsübungen, und Meditation gehört ja in gewissen Sinne dazu, können eine Hilfe sein, etwas mehr im "Hier und Jetzt" zu leben, allerdings nur, wenn man sie nicht zu Anlaß nimmt, die damit unvermeidlich verbundenen Empfindungen und Effekte für mehr zu nehmen als Ablenkungen. Wenn dagegen religiöse Menschen meditieren, ist die Gefahr ziemlich groß, daß sie irgendwann meinen, die "Stimme Gottes" zu hören oder ähnliches, und dann wird alles nur viel schlimmer, denn zu den Bildern und Stimmen in unserem Kopf haben wir verständlicherweise besonders wenig Distanz.

P.S.: "Erleuchtung" ist genau so ein Effekt, bei dem ich sehr zur Vorsicht raten würde. Bild


Da ist was dran. Im Gegensatz zur Katze ist mir sehr viel aus der Vergangenheit noch im Gedächtnis, und selbstverständlich plane ich für die Zukunft. Hoffnung und Befürchtung ist Tieren fremd. Manchmal frage ich mich, ob es nicht sinnvoll wäre, sich selbst vor allzu vielen Grübeleien in Hinblick auf die Zukunft zu schützen. Meditation ist eine Möglichkeit, seinem Gehirn wenigstens zeitweise eine Entlastung zu gönnen, wenn Gedanken wie die Affen durch einen Dschungel im Gehirn hin und her schwingen. Das gilt aber vor allem für Zen-Meditationen. Dabei soll die Überaktivität des Gehirns durch bestimmte Übungen abgebremst werden.

Religiös motivierte Meditation hat meist ein Thema als Grundlage, d. h. die Richtung wird vorgegeben. Religiöse Vorstellungen sollen vertieft werden. Für mich ist das eine Art Philosophieren über religiöse Themen. Distanz soll jedenfalls nicht geschaffen werden, im Gegenteil, es geht um eine Intensivierung dieser Vorstellungen. Dass dabei eigene Gedanken über das Wesen Gottes bei dieser Art Gehirntraining aktiviert werden, ist verständlich.


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 Betreff des Beitrags: Re: Sinn, Unsinn, Sinnlos
BeitragVerfasst: Mi 8. Mai 2013, 11:56 
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Registriert: So 14. Apr 2013, 09:59
Beiträge: 771
Juana hat geschrieben:
Meditation ist eine Möglichkeit, seinem Gehirn wenigstens zeitweise eine Entlastung zu gönnen, wenn Gedanken wie die Affen durch einen Dschungel im Gehirn hin und her schwingen.

Bild

Juana hat geschrieben:
Das gilt aber vor allem für Zen-Meditationen. Dabei soll die Überaktivität des Gehirns durch bestimmte Übungen abgebremst werden.

Der berühmte "leere Spiegel"! Nur darf man nicht vergessen, daß dieses "leer werden" eben nur dem Ausgleich, der Entspannung dient und kein Selbstzweck sein sollte.

Juana hat geschrieben:
Religiös motivierte Meditation hat meist ein Thema als Grundlage, d. h. die Richtung wird vorgegeben. Religiöse Vorstellungen sollen vertieft werden. Für mich ist das eine Art Philosophieren über religiöse Themen. Distanz soll jedenfalls nicht geschaffen werden, im Gegenteil, es geht um eine Intensivierung dieser Vorstellungen. Dass dabei eigene Gedanken über das Wesen Gottes bei dieser Art Gehirntraining aktiviert werden, ist verständlich.

Hier kommen wir meiner Ansicht nach in den Bereich Mißbrauch geistiger Übungen, einer Art Selbstkonditionierung unter Umgehung des kritischen Verstandes. Die das propagieren, wissen sicherlich genau, warum.

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 Betreff des Beitrags: Re: Sinn, Unsinn, Sinnlos
BeitragVerfasst: Mi 8. Mai 2013, 13:58 
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Registriert: So 14. Apr 2013, 05:06
Beiträge: 1096
Juana hat geschrieben:
...Meditation ist eine Möglichkeit, seinem Gehirn wenigstens zeitweise eine Entlastung zu gönnen, wenn Gedanken wie die Affen durch einen Dschungel im Gehirn hin und her schwingen....

:lol:
Den kauf ich mir...
ullr

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"Jede Religion hat das Recht, verarscht zu werden." - Heute Show am 31. Okt 2014


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