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BeitragVerfasst: Do 9. Jun 2016, 19:37 
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Stefan hat geschrieben:
Marcellinus hat geschrieben:
In der Wirklichkeit liegen dazwischen Welten.

Mag man glauben. Ich habe da meine Zweifel. Hillary Clinton könnte sich als gefährlicher erweisen, als Donald Trump, eben weil sie nicht so offensichtlich narzisstisch gestört ist, wie er. Hillarys Fassade ist perfekter, darum will mancher nicht sehen, was sie wirklich ist.

Was findest du an Clinton "gefährlich", was ist sie (deiner Ansicht nach) "wirklich", und was ist nur "Fassade"?

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"Mangel an historischem Sinn ist der Erbfehler aller Philosophen ... Alles aber ist geworden;
es gibt keine ewigen Tatsachen: sowie es keine absoluten Wahrheiten gibt."


- Friedrich Nietzsche


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BeitragVerfasst: Do 9. Jun 2016, 22:47 
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Nur mal ein Beispiel. Leider muss ich das aus dem Gedächtnis rekonstruieren. Mein High-Speed-Datenvolumen ist aufgebraucht, da würde eine Recherche jetzt Stunden dauern, aber ich werde die Belege nachreichen, sobald mein Netz wieder normal läuft.

Hillary Clintons erster Fall als Anwältin. Die offizielle Version lautet, dass Clinton als Pflichtverteidigerin einem Sexualstraftäter zugeteilt wurde. Dieser soll eine Frau als Verteidigerin gewünscht haben und Clinton nahm den Fall mit Widerwillen an. Dem Mann drohten 30 Jahre wegen Vergewaltigung. Clinton konnte unter anderen einen Fehler in der Beweissicherung nachweisen. Ausserdem gelang es ihr, die Glaubwürdigkeit des Opfers zu zerstören, indem sie behauptete, dass Opfer sei schon vorher durch sexuelle Aversionen gegenüber Männern aufgefallen und emotional labil. Das Opfer bestreitet diese Aussagen bis heute. Es war damals 12 Jahre alt. Der Täter wurde für sexuelle Belästigung belangt und bekam ca. 1 Jahr Haft.

Vor ein paar Jahren tauchten Bänder von einem Interview mit Hillary Clinton aus Mitte der 80er Jahre auf. Anhand dieser Bänder und weiterer Recherchen fand man heraus, dass:
1. Hillary Clinton nicht zu dieser Pflichtverteidigung verdonnert wurde. Sie wollte diesen Fall übernehmen.
2. In dem Interview soll sie (sinngemäss) gesagt (und dabei gelacht) haben: "Mein Mandant beteuerte seine Unschuld sogar in einem Lügendetektor-Test. Seitdem habe ich diesen Geräten mein Leben lang misstraut."

Huch, denkt man sich da. War sie also selber davon überzeugt, dass ihr Mandant schuldig war? OK, sie war seine Anwältin und ihre Aufgabe war es, die niedrigste Strafe für ihren Mandanten heraus zu holen. Dafür hätte es aber gereicht, die Fehler in der Beweissicherung nachzuweisen. Ein 12jähriges Mädchen als emotional instabiles, Männer verführendes Sexmonster darzustellen, wäre dazu nicht nötig gewesen. Diese Frau ist bis heute traumatisiert. Erst wurde sie vergewaltigt und dann vor Gericht von Hillary Clinton durch die Hölle gejagt.

Da gibt es noch mehr Beispiele, die ich gerne bei Gelegenheit nachliefere Diese Frau ist eiskalt und gewissenlos, wenn es darum geht, ein Ziel zu erreichen.


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BeitragVerfasst: Do 9. Jun 2016, 23:41 
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ullr hat geschrieben:
Ja, und Sanders kommt mir so vor wie ein ideologisch verhornter politischer Linker der 70-80 Jahre... Wenn er wirklich politisch denken würde, dann hätte er sich schon längst mit der Clinton zusammentun müssen.


Vielleicht ist er ja auch nur ein guter Taktiker, der nicht aus dem Rennen geht, bevor er seine Karten ausgereizt hat:

http://www.heise.de/tp/artikel/48/48487/1.html

Zitat:
Sanders will allerdings noch nicht aufgeben und tritt trotz des Gesprächs mit Obama gestern noch bei der letzten Vorwahl gegen Clinton an. Er wolle sich demnächst mit Clinton treffen, sagte er, um auf jeden Fall den Einsatz zu erhöhen, sollte er ins Clinton-Lager wechseln. Er machte auch klar: "Our mission is more than just defeating Trump. It is transforming our country. People want something to vote for rather than just against."


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BeitragVerfasst: Fr 10. Jun 2016, 08:03 
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Stefan hat geschrieben:
Diese Frau ist eiskalt und gewissenlos, wenn es darum geht, ein Ziel zu erreichen.


Das ist Teil der Berufsbeschreibung für Anwälte. Ich weiß, wovon ich rede. Ein guter Freund von mir war einer. Wie sagte Abraham Lincoln (der übrigens auch Anwalt war): "Politik ist die Anwendung der persönlichen Niedertracht auf das Allgemeinwohl."

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BeitragVerfasst: Fr 10. Jun 2016, 08:07 
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Stefan hat geschrieben:
ullr hat geschrieben:
Ja, und Sanders kommt mir so vor wie ein ideologisch verhornter politischer Linker der 70-80 Jahre... Wenn er wirklich politisch denken würde, dann hätte er sich schon längst mit der Clinton zusammentun müssen.


Vielleicht ist er ja auch nur ein guter Taktiker, der nicht aus dem Rennen geht, bevor er seine Karten ausgereizt hat:

http://www.heise.de/tp/artikel/48/48487/1.html

Zitat:
Sanders will allerdings noch nicht aufgeben und tritt trotz des Gesprächs mit Obama gestern noch bei der letzten Vorwahl gegen Clinton an. Er wolle sich demnächst mit Clinton treffen, sagte er, um auf jeden Fall den Einsatz zu erhöhen, sollte er ins Clinton-Lager wechseln. Er machte auch klar: "Our mission is more than just defeating Trump. It is transforming our country. People want something to vote for rather than just against."


Fest steht, daß hinter Sanders eine Reihe von (Vor-)Wählern steht, auch wenn es vielleicht nicht reicht, um damit allein Wahlen zu gewinnen (oder auch nur eine Nominierung). Wenn es ihn darum ging, das zu zeigen, ist ihm das wohl gelungen. Also wäre es für Clinton nur vernünftig, auf diese Wählerklientel mehr einzugehen, als sie es vielleicht ohne Sanders getan hätte.

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BeitragVerfasst: Fr 10. Jun 2016, 10:51 
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Marcellinus hat geschrieben:
Das ist Teil der Berufsbeschreibung für Anwälte. Ich weiß, wovon ich rede. Ein guter Freund von mir war einer.


Sowas nennst Du einen guten Freund? Eiskalt und gewissenlos zu sein ist keine Berufsbeschreibung, sondern die Charakterdiagnose von Psychopathen.


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BeitragVerfasst: Fr 10. Jun 2016, 13:00 
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Stefan hat geschrieben:
Marcellinus hat geschrieben:
Das ist Teil der Berufsbeschreibung für Anwälte. Ich weiß, wovon ich rede. Ein guter Freund von mir war einer.

Sowas nennst Du einen guten Freund? Eiskalt und gewissenlos zu sein ist keine Berufsbeschreibung, sondern die Charakterdiagnose von Psychopathen.


Menschen sind keine Monoliten. Sie können beruflich eiskalt sein, und im persönlichen Umgang gute Freunde.

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BeitragVerfasst: Fr 10. Jun 2016, 13:46 
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Marcellinus hat geschrieben:
Menschen sind keine Monoliten. Sie können beruflich eiskalt sein, und im persönlichen Umgang gute Freunde.


Das glaube ich nicht. Wer in der Lage ist, im Beruf eiskalt Entscheidungen zu treffen, die anderen Menschen schaden oder sogar deren Existenz gefährden, der also in der Lage ist, Menschen nur als Objekte zu sehen und zu behandeln, der kann im persönlichen Umgang vielleicht so tun, als wäre er ein guter Freund, aber er ist es nicht. Sein Umgang mit "Freunden" ist natürlich ein anderer, als mit den Menschen, denen er beruflich schadet, aber er sieht sie ebenfalls nur als Objekte - in diesem Fall als nützliche Objekte. Freundschaften zu pflegen ist für gewissenlose Menschen wichtig, um die Fassade zu wahren - und vielleicht kann man diese Menschen ja noch für irgendwas gebrauchen.


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BeitragVerfasst: Fr 10. Jun 2016, 15:25 
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Stefan hat geschrieben:
Marcellinus hat geschrieben:
Menschen sind keine Monoliten. Sie können beruflich eiskalt sein, und im persönlichen Umgang gute Freunde.


Das glaube ich nicht. Wer in der Lage ist, im Beruf eiskalt Entscheidungen zu treffen, die anderen Menschen schaden oder sogar deren Existenz gefährden, der also in der Lage ist, Menschen nur als Objekte zu sehen und zu behandeln, der kann im persönlichen Umgang vielleicht so tun, als wäre er ein guter Freund, aber er ist es nicht. Sein Umgang mit "Freunden" ist natürlich ein anderer, als mit den Menschen, denen er beruflich schadet, aber er sieht sie ebenfalls nur als Objekte - in diesem Fall als nützliche Objekte. Freundschaften zu pflegen ist für gewissenlose Menschen wichtig, um die Fassade zu wahren - und vielleicht kann man diese Menschen ja noch für irgendwas gebrauchen.


Ja, du sagst vollkommen richtig: du glaubst es nicht. Beobachten kann man etwas anderes. Solange es mehr als eine Menschengruppe gibt (streng genommen also seit es Menschen gibt), haben wir zwischen denen unterschieden, zu denen wir "Wir" sagen, und denen, die für uns "Sie", die anderen sind. Du kannst natürlich behaupten, das sei eben immer Fassade gewesen, was aber wohl schwer plausibel zu machen wäre. Psychopathen sind meiner Ansicht nach solche Menschen, die überhaupt keine "Wir"-Beziehungen kennen. Das war es aber nicht, was ich meinte.

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BeitragVerfasst: Fr 10. Jun 2016, 15:50 
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Marcellinus hat geschrieben:
Ja, du sagst vollkommen richtig: du glaubst es nicht. Beobachten kann man etwas anderes.


Man muss aber schon ganz genau hinschauen, um was zu erkennen.


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