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 Betreff des Beitrags: Und erlöse uns von dem Bösen
BeitragVerfasst: Do 7. Apr 2016, 18:43 
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Da hat ein User im kath. Think Tank die Frage gestellt (und auch gleich selber beantwortet):
Zitat:
Im Vater Unser hat er gesagt: Erlöse uns von dem Bösen.
Warum hat er [Jesus] nicht gesagt: Beende alles Böse?
Weil er ein Herz auch für das Dunkle und Böse hat.

Ne, ne, einer der größten Theologen, einer, für den die Religioten eine 10-Jahresfeier ausgelobt haben, hat genau den Nagel auf den Kopf getroffen:
Zitat:
...Aber Joas ist eine scheußliche Prüfung für das Haus David und für den Bund und Eid Gottes gewesen, obwohl das Haus und die Regierung Davids noch erhaben dastanden. Allein der Regent oder das Haupt leidet Not und zeigt sich Gott gegenüber schwach in seinem Bund. Aber es ist mit seiner göttlichen Gnade so, dass er mit den Seinen zuweilen spielt und freundlich scherzt, sich verbirgt und verstellt, um uns zu testen, ob wir im Glauben und in der Liebe zu ihm auch fest sind, wie es auch ein Vater zuweilen mit seinen Kindern macht. Aber solcher Schabernack unseres lieben Herrn tut über alle Maßen weh, denn wir verstehen ihn nicht...

Dr. Martin Luther in "Von den Juden und ihren Lügen"
Das ist hohe Theologie und nicht das Wischiwaschi Geschwätz von Rahner...
Gruß
ullr

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"Jede Religion hat das Recht, verarscht zu werden." - Heute Show am 31. Okt 2014


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 Betreff des Beitrags: Re: Und erlöse uns von dem Bösen
BeitragVerfasst: Do 7. Apr 2016, 19:36 
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Aus Respekt vor dem Nichtglauben der ehemaligen Gläubigen, will ich einfach deponieren, daß es eben das wirklich absolut Böse gibt, und es löst sich eben nicht alles in Illusion auf. Ich selber kann nur in "Gott" und "Teufel" denken und suche mir nicht Trost in der Meinung, es löst sich alles in Nichts auf....


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 Betreff des Beitrags: Re: Und erlöse uns von dem Bösen
BeitragVerfasst: Do 7. Apr 2016, 21:09 
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Einsteinchen hat geschrieben:
Aus Respekt vor dem Nichtglauben der ehemaligen Gläubigen, will ich einfach deponieren, daß es eben das wirklich absolut Böse gibt, und es löst sich eben nicht alles in Illusion auf. Ich selber kann nur in "Gott" und "Teufel" denken und suche mir nicht Trost in der Meinung, es löst sich alles in Nichts auf....


"Das absolute Böse" ist eine Fantasievorstellung. Böses gibt es nur im Zusammenhang mit Menschen, und was darunter verstanden wird, war zu unterschiedlichen Zeiten durchaus unterschiedlich. Also auch nichts mit "absolut". Als "böse", oder verwerflich wurde eigentlich zu allen Zeiten verstanden, anderen Menschen ohne Grund Schäden zuzufügen.

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"Mangel an historischem Sinn ist der Erbfehler aller Philosophen ... Alles aber ist geworden;
es gibt keine ewigen Tatsachen: sowie es keine absoluten Wahrheiten gibt."


- Friedrich Nietzsche


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 Betreff des Beitrags: Re: Und erlöse uns von dem Bösen
BeitragVerfasst: Do 7. Apr 2016, 22:21 
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ullr hat geschrieben:
Da hat ein User im kath. Think Tank die Frage gestellt (und auch gleich selber beantwortet):
Zitat:
Im Vater Unser hat er gesagt: Erlöse uns von dem Bösen.
Warum hat er [Jesus] nicht gesagt: Beende alles Böse?
Weil er ein Herz auch für das Dunkle und Böse hat.

Ne, ne, einer der größten Theologen, einer, für den die Religioten eine 10-Jahresfeier ausgelobt haben, hat genau den Nagel auf den Kopf getroffen:
Zitat:
...Aber Joas ist eine scheußliche Prüfung für das Haus David und für den Bund und Eid Gottes gewesen, obwohl das Haus und die Regierung Davids noch erhaben dastanden. Allein der Regent oder das Haupt leidet Not und zeigt sich Gott gegenüber schwach in seinem Bund. Aber es ist mit seiner göttlichen Gnade so, dass er mit den Seinen zuweilen spielt und freundlich scherzt, sich verbirgt und verstellt, um uns zu testen, ob wir im Glauben und in der Liebe zu ihm auch fest sind, wie es auch ein Vater zuweilen mit seinen Kindern macht. Aber solcher Schabernack unseres lieben Herrn tut über alle Maßen weh, denn wir verstehen ihn nicht...[/quote]
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ullr

Da denke ich nur an die Katze, die mit der Maus spielt. Gott ist die Katze, wir sind die Maus.


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 Betreff des Beitrags: Re: Und erlöse uns von dem Bösen
BeitragVerfasst: Fr 8. Apr 2016, 10:40 
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Einsteinchen hat geschrieben:
Da denke ich nur an die Katze, die mit der Maus spielt. Gott ist die Katze, wir sind die Maus.


Fällt das unter Religion oder ist das einfach nur ein Scherz? Egal, mir sagt das eine wie das andere nichts. ;)

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 Betreff des Beitrags: Re: Und erlöse uns von dem Bösen
BeitragVerfasst: Mi 27. Apr 2016, 19:34 
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Ja, genauso antwortet man, wenn man gefragt wird, "Was denkst Du passiert, wenn Du nach Deinem Tode merkst, dass es doch den lieben Gott gibt?":
Zitat:
Warum sollte ich einen launischen, bösartigen, dummen Gott respektieren?

Ich habe vor langer Zeit mal darauf geantwortet, ich würde diesem "lieben Gott" in's Gesicht spucken, und kein Cherubim oder Seraphim könnte mich aufhalten.
Jedenfalls ist der Artikel im hpd Klasse...
ullr

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 Betreff des Beitrags: Re: Und erlöse uns von dem Bösen
BeitragVerfasst: Do 28. Apr 2016, 01:03 
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ullr hat geschrieben:
Ja, genauso antwortet man, wenn man gefragt wird, "Was denkst Du passiert, wenn Du nach Deinem Tode merkst, dass es doch den lieben Gott gibt?":
Zitat:
Warum sollte ich einen launischen, bösartigen, dummen Gott respektieren?

Ich habe vor langer Zeit mal darauf geantwortet, ich würde diesem "lieben Gott" in's Gesicht spucken, und kein Cherubim oder Seraphim könnte mich aufhalten.
Jedenfalls ist der Artikel im hpd Klasse...
ullr


Betrachte dich und Gott eher so wie zwei starke Magnete, die man nicht zusammenfügen kann, weil sie sich abstoßen. Du hast nicht den Funken einer Chance, vor sein Angesicht zu kommen, um ihm ins Gesicht zu spucken. Ich will allerdings damit nicht sagen, dass du in die Hölle kommst.
Das Ärgerliche mit den Atheisten ist ja, dass sie glauben, nach dem Tod ist es aus. Da ist es leicht, mutig zu reden.
Gott läßt Seiner nicht spotten. (Haha, ich spüre den Geist Mariamantes in mir...)
Ich kann mir nicht helfen, ullr, du hast für mich das Katholiken-Gen bis in die tiefsten Knochen.
Die wirkliche Frage ist ja doch wohl: Überlebst du deinen eigenen Tod ? (wegen der unsterblichen Seele). Wenn dieser Moment gekommen ist, wohin staubt es dich dann im unkaputtbaren Sein?


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 Betreff des Beitrags: Re: Und erlöse uns von dem Bösen
BeitragVerfasst: Do 28. Apr 2016, 06:10 
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Einsteinchen hat geschrieben:
ullr hat geschrieben:
Ja, genauso antwortet man, wenn man gefragt wird, "Was denkst Du passiert, wenn Du nach Deinem Tode merkst, dass es doch den lieben Gott gibt?":
Zitat:
Warum sollte ich einen launischen, bösartigen, dummen Gott respektieren?

Ich habe vor langer Zeit mal darauf geantwortet, ich würde diesem "lieben Gott" in's Gesicht spucken, und kein Cherubim oder Seraphim könnte mich aufhalten.
Jedenfalls ist der Artikel im hpd Klasse...
ullr


Betrachte dich und Gott eher so wie zwei starke Magnete, die man nicht zusammenfügen kann, weil sie sich abstoßen. Du hast nicht den Funken einer Chance, vor sein Angesicht zu kommen, um ihm ins Gesicht zu spucken. Ich will allerdings damit nicht sagen, dass du in die Hölle kommst.

Und meinst, ich wäre genausostark wie Gott? Ne, ne, mein Energiefeld ist nicht größer als das jedes Menschen... Obwohl, naja, lassen wir das, Eigenlob stinkt. ;)
Und das Einsteinchen nehme ich Dir (als Glaubenden) sogar ab dass Du mir diese Perspektve nicht wünschst. Du weißt allerdings nicht, wie die Hölle wirklich ist... Und stelle Dir vor, ich schaffe es tatsächlich, was ich mir vorgenommen habe, GOTT wischt sich meine Rotze aus dem Bart, sein SOHN guckt mich traurig an, der HEILIGE GEIST läßt die Flappen hängen und ich mache den Höllensturz, kannst Du Dir dann die Party unten vorstellen, wenn ich ankomme? Ich schon... Da sind die 72 Jungfrauen des islamischen Himmels 'ne extreme Langweilnummer dagegen...
Zitat:
Das Ärgerliche mit den Atheisten ist ja, dass sie glauben, nach dem Tod ist es aus. Da ist es leicht, mutig zu reden.
Gott läßt Seiner nicht spotten. (Haha, ich spüre den Geist Mariamantes in mir...)
Ich kann mir nicht helfen, ullr, du hast für mich das Katholiken-Gen bis in die tiefsten Knochen.

Jo,jo, da ist was Wahres dran... Die Verarsche in meiner Jugend vergesse ich nie...
Zitat:
Die wirkliche Frage ist ja doch wohl: Überlebst du deinen eigenen Tod ? (wegen der unsterblichen Seele). Wenn dieser Moment gekommen ist, wohin staubt es dich dann im unkaputtbaren Sein?

Du kannst von mir halten was Du willst, aber geh mal davon aus, dass ich es ehrlich meine: Für mich verliert mit zunehmendem Alter der Tod seinen Schrecken. Ich brauche keine Unsterblichkeit. Und ich halte es für sehr tröstlich, dass es ein wirkliches persönliches Ende für mich gibt.
Es gibt wirklich schlimmere Dinge, die nichts mit dem eigenem Lebensende zu tun haben.
ullr

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 Betreff des Beitrags: Re: Und erlöse uns von dem Bösen
BeitragVerfasst: So 1. Mai 2016, 20:27 
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Beiträge: 3
ullr hat geschrieben:
Ja, genauso antwortet man, wenn man gefragt wird, "Was denkst Du passiert, wenn Du nach Deinem Tode merkst, dass es doch den lieben Gott gibt?"

Ja, den Artikel finde ich in der Tat große Klasse. Der beste Satz aus dem ganzen Artikel ist für mich jedoch:
Zitat:
Beim Atheismus geht es nicht nur darum, nicht daran zu glauben, dass es einen Gott gibt.

Für mich ist es gar nicht mehr so entscheidend, ob da vielleicht irgendetwas außerhalb unseres Wahrnehmungsspektrums existiert, das man als "Gott" bezeichnen könnte, existiert. Viel wichtiger ist es mir, gemeinsam mit Stephen Fry festzustellen, dass all diese Schauergeschichten, welche Gläubige um diesen "Gott" herumspinnen, allesamt großer Mumpitz sind. Weil man nicht gleichzeitig sagen kann, dass Gott in menschlichen Dimensionen nicht fassbar sei, um ihn dann doch im nächsten Atemzug in ein rein menschliches Schema hineinzupressen. Also genau das, was Einsteinchen in seiner Antwort an dich auch tut:
Einsteinchen hat geschrieben:
Betrachte dich und Gott eher so wie zwei starke Magnete, die man nicht zusammenfügen kann, weil sie sich abstoßen. Du hast nicht den Funken einer Chance, vor sein Angesicht zu kommen, um ihm ins Gesicht zu spucken.

Woher will er das denn so genau wissen? Das hat er sich doch bloß wieder aus den Fingern gesogen, genau wie sich die Bibelautoren ihre Geschichtlein auch aus den Fingern gesogen haben. Die Zielrichtung, die solche Geschichten von der "Chancnenlosigkeit" des Menschen gegenüber Gott haben, ist sattsam bekannt: in der Religion sind eigene Wege nicht erwünscht; wer es dennoch versucht, soll verunsichert und eingeschüchtert werden.

Aber es kommt sogar noch besser:
Einsteinchen hat geschrieben:
Das Ärgerliche mit den Atheisten ist ja, dass sie glauben, nach dem Tod ist es aus. Da ist es leicht, mutig zu reden.

Oh ja, in der Tat: für Gläubige ist es ein Ärgernis, wenn Nichtgläubige sich nicht verunsichern oder einschüchtern lassen. So sieht die viel gerühmte Toleranz der Gläubigen aus.

Kurios ist es allerdings, was einen Gläubigen guten Willens daran ärgern könnte, dass ein Atheist glaubt, nach dem Tod sei alles aus. Behauptet wird ja zwischen den Zeilen, er würde es sich zu leicht machen, aber so richtig stimmt das auch nicht: schließlich ist die überwiegende Mehrheit der Gläubigen zuversichtlich, genügend richtig zu machen, um von ihrem Schöpfergott erlöst zu werden. Wie kann man angesichts dessen den Atheisten, die ja auch nur das Beste aus ihrer Weltsicht machen, missgünstig gegenüberstehen?


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 Betreff des Beitrags: Re: Und erlöse uns von dem Bösen
BeitragVerfasst: Mo 2. Mai 2016, 16:31 
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Nur zur Information. Ich will gewiß nicht mit der Hölle drohen. Ich persönlich glaube an Allerlösung. Allerdings leugne ich aus persönlicher Erfahrung - und sie ist jedes Menschen Erfahrung - die Hölle nicht.
Ich glaube halt einfach, daß man nicht endgültig tot sein kann.


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