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BeitragVerfasst: Di 12. Mai 2015, 08:33 
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Domingo hat geschrieben:
tribald hat geschrieben:
Mir ist nicht ganz klar, was die besondere Expertise der Atheisten sein soll.


Nicht der Atheisten per se (ich habe mich wohl falsch ausgedrueckt), sondern der militanten und (fast) beruflichen Religionskritiker (Dawkins, Schmitt-Salomon, Luedemann usw.). Sie haben Uebung darin, gegen religioese Apologeten zu debattieren und tdie typischen religioesen Argumente zu widerlegen.

Ja, aber das ist dann deren Privatvergnügen. Ich habe zunehmend Schwierigkeiten damit, mich als Teil einer "Bewegung" zu verstehen, wenn die offenbar vorhaben, zu einer Art Ersatzkirche werden zu wollen.

"Der diesjährige Bundeshauptausschuss hat schließlich wieder gezeigt, dass wir in der Lage sind, uns zu den großen Fragen der Gegenwart profiliert zu verhalten und entsprechende Perspektiven humanistischer Praxis zu entwickeln und zu stärken. Dies unterstreicht, dass unser Verband, dort wo er tatsächlich praktischen Humanismus verfolgt, in der Lage ist, seine Positionen zeitgenössisch relevant und zugespitzt auszuarbeiten."
(Zitat: HVD)

Ich denke nicht, daß es die Aufgabe eines humanistischen Verbandes ist, "Positionen zeitgenössisch relevant und zugespitzt auszuarbeiten", oder besser gesagt: Sie können es gerne tun, aber bitte nicht in meinem Namen. Wer so etwas sucht, sollte in eine politische Partei gehe. Davon gibt es ja reichlich. Da sollte für jeden was dabei sein.

Ich habe auch immer weniger den Eindruck, daß es darum geht, Religionen zu kritisieren. Das sollte eigentlich durch sein - und ist es nicht, ist es vermutlich nie, ich weiß. Das hat damit zu tun, daß die meisten Menschen eben nicht "vernunftbegabt" sind, sondern "wunschgesteuert". Vernünftig reagieren sie nur dann, wenn es gar nicht anders geht.

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"Mangel an historischem Sinn ist der Erbfehler aller Philosophen ... Alles aber ist geworden;
es gibt keine ewigen Tatsachen: sowie es keine absoluten Wahrheiten gibt."


- Friedrich Nietzsche


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BeitragVerfasst: Di 12. Mai 2015, 19:30 
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Marcellinus hat geschrieben:
"Der diesjährige Bundeshauptausschuss hat schließlich wieder gezeigt, dass wir in der Lage sind, uns zu den großen Fragen der Gegenwart profiliert zu verhalten und entsprechende Perspektiven humanistischer Praxis zu entwickeln und zu stärken. Dies unterstreicht, dass unser Verband, dort wo er tatsächlich praktischen Humanismus verfolgt, in der Lage ist, seine Positionen zeitgenössisch relevant und zugespitzt auszuarbeiten."
(Zitat: HVD)

Ich denke nicht, daß es die Aufgabe eines humanistischen Verbandes ist, "Positionen zeitgenössisch relevant und zugespitzt auszuarbeiten", oder besser gesagt: Sie können es gerne tun, aber bitte nicht in meinem Namen. Wer so etwas sucht, sollte in eine politische Partei gehe. Davon gibt es ja reichlich. Da sollte für jeden was dabei sein.

Ich habe auch immer weniger den Eindruck, daß es darum geht, Religionen zu kritisieren. Das sollte eigentlich durch sein - und ist es nicht, ist es vermutlich nie, ich weiß. Das hat damit zu tun, daß die meisten Menschen eben nicht "vernunftbegabt" sind, sondern "wunschgesteuert". Vernünftig reagieren sie nur dann, wenn es gar nicht anders geht.


Hm, wenn ich deinen Beitrag so lese, kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, ein paar Post zuvor genau dasselbe geschrieben zu haben. Mit anderen Worten vielleicht. Eine sich bildende Gruppe dreht sich irgendwann nur noch um sich selbst. Der eigentlich Grund ihres Bestehens gerät ins Hintertreffen bzw. ist nur noch Vorwand .
Wobei, eines muss man/ich zugeben, Einfluss hat man in der Tat wirklich nur, wenn man diesen Organisationweg beschreitet.
Überspitzt ausgedrückt, um Gegen den Aberglauben angehen zu können, muss man dieselben organisatorischen Mittel benutzen wie diese.
Kirchens welcher Art auch immer haben heutzutage ja nur den einen Zweck, sich selbst und ihre Machtposition innerhalb des Staates zu behaupten. Den ganzen Aberglaubenklimbim geht denen im Grunde am Allerwertesten vorbei. Daher auch die harschen Reaktionen gegenüber Bewegungen, die noch den reinen, unverfälschten Aberglauben haben wollen. Als Piusse und Co. Den Krempel kann man hierzulande den meisten Leuten, auch solchen, die den Kirchen ja wohlwollend gegenüberstehen, nicht mehr unterjubeln.
Kurz gefasst, gegen Organisationen helfen halt nur Organisationen.
Okay, ich weiß meine Einstellung läuft dem zuwider. Aber nach mir muss sich ja niemand richten. ;)

Migränegeplagt sich möglicherweise etwas konfus ausdrückend...................tribald


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BeitragVerfasst: Di 12. Mai 2015, 20:23 
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tribald hat geschrieben:
Hm, wenn ich deinen Beitrag so lese, kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, ein paar Post zuvor genau dasselbe geschrieben zu haben. Mit anderen Worten vielleicht.

Wir sind ja auch meinungsmäßig nicht weit auseinander. ;)

tribald hat geschrieben:
Eine sich bildende Gruppe dreht sich irgendwann nur noch um sich selbst. Der eigentlich Grund ihres Bestehens gerät ins Hintertreffen bzw. ist nur noch Vorwand .
Wobei, eines muss man/ich zugeben, Einfluss hat man in der Tat wirklich nur, wenn man diesen Organisationweg beschreitet.
Überspitzt ausgedrückt, um Gegen den Aberglauben angehen zu können, muss man dieselben organisatorischen Mittel benutzen wie diese.

Das ist die einzige Funktion säkularer Vereine, die mich interessiert, und die einzige, die wirklich Not tut.

tribald hat geschrieben:
Migränegeplagt sich möglicherweise etwas konfus ausdrückend...................tribald

Gute Besserung, lieber tribald! :)

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BeitragVerfasst: Mi 13. Mai 2015, 01:57 
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Und es dauert, bis die Pandemie Religiotie eingedämmt ist.
Aber immerhin...
ullr, mit gedämpften Optimismus dem Tag entgegenblickend...

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"Jede Religion hat das Recht, verarscht zu werden." - Heute Show am 31. Okt 2014


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BeitragVerfasst: Mi 13. Mai 2015, 08:27 
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ullr hat geschrieben:
Und es dauert, bis die Pandemie Religiotie eingedämmt ist.
Aber immerhin...
ullr, mit gedämpften Optimismus dem Tag entgegenblickend...

Ja, vielleicht sollte auch ich etwas mehr Zutrauen zu den Menschen haben. Der Fortschritt mag eine Schnecke sein, aber es gibt ihn wenigstens. :)

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BeitragVerfasst: Mi 13. Mai 2015, 15:10 
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Marcellinus hat geschrieben:
ullr hat geschrieben:
Und es dauert, bis die Pandemie Religiotie eingedämmt ist.
Aber immerhin...
ullr, mit gedämpften Optimismus dem Tag entgegenblickend...

Ja, vielleicht sollte auch ich etwas mehr Zutrauen zu den Menschen haben. Der Fortschritt mag eine Schnecke sein, aber es gibt ihn wenigstens. :)


Können Schnecken rückwärts laufen???


zugegebenermaßen kein Fachmann für das Schneckenwesen seiend.......tribald


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BeitragVerfasst: Mi 13. Mai 2015, 18:07 
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tribald hat geschrieben:
Können Schnecken rückwärts laufen???


zugegebenermaßen kein Fachmann für das Schneckenwesen seiend.......tribald

Die Schnecke "Fortschritt" schon! :lol:

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BeitragVerfasst: Mi 17. Jun 2015, 09:17 
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Hier ein Beispiel, wie solch ein Fortschritt aussehen könnte.

Gleichzeitig sieht man hier die Mechanismen, wie Politik funktioniert. Der HVD hat 20.000 Mitglieder, das ist auf das Bundesgebiet gerechnet nicht viel. Aber 12.000 davon sitzten in Berlin-Brandenburg. Das ist auf einem kleine Fleck schon mal eine Hausnummer, vor allem wenn sich ein Parteichef ausrechnen kann, daß jeder von solchermaßen engagierten immer noch ein paar kennt, die zwar nicht Mitglied sind, aber auf die er einen gewissen Einfluß hat. Es ist schlichte Wahlarithmetik, sonst nichts (zumindest unter weitgehend demokratischen Bedingungen). ;)

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