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BeitragVerfasst: Fr 26. Dez 2014, 08:53 
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Nun mach ich doch noch zu dem Thema einen Thread auf...
Vor ein paar Tagen habe ich in der Print Ausgabe der Rheinzeitung einen Artikel gefunden, nachdem die deutsche Bischofskonferenz "Überlegungen anstellt, geschiedene und wiederverheiratete Katholiken offiziell wieder zum Sakramentenempfang z.B. Kommunion zuzulassen." Zitiert nach meinem Gedächtnis. Dieser Artikel strotzte nur so von selbstgefälligen Zitaten der Bischöfe, die in ihrer unendlichen Nächstenliebe, ihrem großen Verständnis für die Nöte der Menschen doch nach eingehender und sorgfältiger Prüfung, zum Beispiel wer wirklich Schuld hat am "Versagen" der Ehe unter ganz bestimmten Umständen Katholiken wieder zum Kommunionempfang zulassen wollen. Bei mir regte sich nur leichter Ekel, ich wurde erinnert an einen Fall in meiner Verwandtschaft, bei dem ein Paar die kirchliche Auflösung ihrer katholischen Ehe betrieb und beide aufgefordert wurden, eidlich zu erklären, dass ihre Ehe nie tatsächlich vollzogen wurde (drei Kinder). Ich weiß nicht was draus geworden ist, beide hochintelligent (Prof an einer Hochschule, sie Lehrerin an einer Berufsschule) ob sie tatsächlich diese Demütigung, diesen Verrat ihrer früheren Liebe, den Verrat an ihrem früheren Lebenspartner in Kauf genommen haben.
Genau diese Menschenverachtung kommt, getarnt unter süßlichen Liebesbeteuerungen auch heute wieder durch. Es ist die gleiche Denke wie die von Muslimen, die den Koran und die Hadithes als göttliches Wort betrachten, Scharia gut finden, aber strikt dagegen sind, dass Ehebrecherinnen gesteinigt werden. Astreiner Zwiedenk.
Und dann finde ich heute diesen Beitrag
Zitat:
Nach meiner Wahrnehmung (der Katholiken, die ich kenne) ist es fuer sie kein Problem, in eine andere Gemeinde zur Kommunion zu gehen, auch wenn sie wiederverheiratet sind oder einen neuen Partner haben. Wie Petrus sagte - wie relevant ist die ganze Diskussion eigentlich wirklich fuer die meisten geschiedenen oder getrennt lebenden Katholiken? Ich nehme es so wahr, dass sie sehr gut trennen koennen zwischen dem, was fuer sie privat ist und die Kirche nichts angeht und dem, was sie dort einbringen moechten an Informationen. Und dass sie da eine gesunde Trennung vornehmen.

Die Verlogenheit dieser Argumentation ist schwer zu übertreffen. Aber Verlogenheit ist ja für zwiedenkende Religioten wie diesen normal.
ullr

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"Jede Religion hat das Recht, verarscht zu werden." - Heute Show am 31. Okt 2014


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BeitragVerfasst: Fr 26. Dez 2014, 11:33 
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ullr hat geschrieben:
Aber Verlogenheit ist ja für zwiedenkende Religioten wie diesen normal.
ullr

Das scheint eine verbreitete menschliche Angewohnheit zu sein. Argumente überzeugen nicht.

"Psychologen weisen seit langem auf einen Umstand hin, der wenig schmeichelhaft für das Selbstbild des Menschen als rationales Wesen ist. Haltungen entstehen eher unbewusst, erst dann begibt man sich auf die Suche nach Argumenten, mit denen sich diese Meinungen scheinbar absichern lassen. Und das gilt für jeden, nicht nur in Impffragen."

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"Mangel an historischem Sinn ist der Erbfehler aller Philosophen ... Alles aber ist geworden;
es gibt keine ewigen Tatsachen: sowie es keine absoluten Wahrheiten gibt."


- Friedrich Nietzsche


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BeitragVerfasst: Fr 26. Dez 2014, 12:48 
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Marcellinus hat geschrieben:
ullr hat geschrieben:
Aber Verlogenheit ist ja für zwiedenkende Religioten wie diesen normal.
ullr

Das scheint eine verbreitete menschliche Angewohnheit zu sein. Argumente überzeugen nicht.

"Psychologen weisen seit langem auf einen Umstand hin, der wenig schmeichelhaft für das Selbstbild des Menschen als rationales Wesen ist. Haltungen entstehen eher unbewusst, erst dann begibt man sich auf die Suche nach Argumenten, mit denen sich diese Meinungen scheinbar absichern lassen. Und das gilt für jeden, nicht nur in Impffragen."

Ja, das ist bekannt... Andererseits wirst man Schwierigkeiten kriegen, wenn man immer und immer wieder seinen irrationalen Gefühlen folgt. Was nutzt es mir, wenn ich wegen irgendwelcher religiöser Vorschriften mein Leben verderbe. Es kann nicht gut sein, wenn ich, um in Zukunft mit meinem neuen Partner/in zu leben, dass ich mich selbst verleugne, alles in den Dreck ziehen muss, um irgendwelchen Vorschriften zu genügen. Das verstehe ich nicht, genausowenig wie ich nicht verstehe, dass Menschen wenn sie einen neuen Lebensabschnitt beginnen, ausgerechnet um die Zustimmung jener buhlen, die aus unverständlichen Gründen eben dieses Glück nicht gönnen, sondern der Meinung sind, sie wüßten es besser. Und jener, den ich zitiert habe, hat ja sogar seine eigene Persönlichkeit (sexuelle Ausrichtung gehört zur Persönlichkeit) verbogen, um lieb Kind mit seiner Sekte zu sein.
ullr

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BeitragVerfasst: Fr 26. Dez 2014, 16:36 
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ullr hat geschrieben:
Marcellinus hat geschrieben:
ullr hat geschrieben:
Aber Verlogenheit ist ja für zwiedenkende Religioten wie diesen normal.
ullr

Das scheint eine verbreitete menschliche Angewohnheit zu sein. Argumente überzeugen nicht.

"Psychologen weisen seit langem auf einen Umstand hin, der wenig schmeichelhaft für das Selbstbild des Menschen als rationales Wesen ist. Haltungen entstehen eher unbewusst, erst dann begibt man sich auf die Suche nach Argumenten, mit denen sich diese Meinungen scheinbar absichern lassen. Und das gilt für jeden, nicht nur in Impffragen."

Das verstehe ich nicht, genausowenig wie ich nicht verstehe, dass Menschen wenn sie einen neuen Lebensabschnitt beginnen, ausgerechnet um die Zustimmung jener buhlen, die aus unverständlichen Gründen eben dieses Glück nicht gönnen, sondern der Meinung sind, sie wüßten es besser. Und jener, den ich zitiert habe, hat ja sogar seine eigene Persönlichkeit (sexuelle Ausrichtung gehört zur Persönlichkeit) verbogen, um lieb Kind mit seiner Sekte zu sein.
ullr


Ich ziehe einfach mal meinen letzten Beitrag vom anderen Strang hier rüber.

"Ich frag mich ja immer, was treibt Leute, die von Kirchens gemoppt, beleidigt, und regelrecht niedergemacht werden dazu, unbedingt weiter bei diesem Verein bleiben zu wollen. Schwule zum Beispiel. Es ist mir ein Rätsel. Masochismus? "
Es ist für mich überhaupt nicht nachvollziehbar.
Wie auch immer.......

seinen Nachmittagskaffee genießend..............tribald


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BeitragVerfasst: Fr 26. Dez 2014, 17:53 
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tribald hat geschrieben:
ullr hat geschrieben:
Marcellinus hat geschrieben:
Das scheint eine verbreitete menschliche Angewohnheit zu sein. Argumente überzeugen nicht.

"Psychologen weisen seit langem auf einen Umstand hin, der wenig schmeichelhaft für das Selbstbild des Menschen als rationales Wesen ist. Haltungen entstehen eher unbewusst, erst dann begibt man sich auf die Suche nach Argumenten, mit denen sich diese Meinungen scheinbar absichern lassen. Und das gilt für jeden, nicht nur in Impffragen."

Das verstehe ich nicht, genausowenig wie ich nicht verstehe, dass Menschen wenn sie einen neuen Lebensabschnitt beginnen, ausgerechnet um die Zustimmung jener buhlen, die aus unverständlichen Gründen eben dieses Glück nicht gönnen, sondern der Meinung sind, sie wüßten es besser. Und jener, den ich zitiert habe, hat ja sogar seine eigene Persönlichkeit (sexuelle Ausrichtung gehört zur Persönlichkeit) verbogen, um lieb Kind mit seiner Sekte zu sein.
ullr


Ich ziehe einfach mal meinen letzten Beitrag vom anderen Strang hier rüber.

"Ich frag mich ja immer, was treibt Leute, die von Kirchens gemoppt, beleidigt, und regelrecht niedergemacht werden dazu, unbedingt weiter bei diesem Verein bleiben zu wollen. Schwule zum Beispiel. Es ist mir ein Rätsel. Masochismus? "
Es ist für mich überhaupt nicht nachvollziehbar.
Wie auch immer.......

seinen Nachmittagskaffee genießend..............tribald

Ja. Wahre Glaubende haben scheinbar in dieser Richtung hin eine riesige Leidensfähigkeit. Komischerweise, als ich vor rund fünfzig Jahren dafür sorgte, dass meine Krickeline katholisch wurde -wo kommen wir denn da hin, wenn die Ehefrau nicht den wahren Glauben hat :mrgreen: -, und sie von einem "relativ" vernünftigen Pfarrer wiedergetauft wurde, aus Sicherheitsgründen, wie ich verstanden habe, denn sie hatte den Nachweis erbracht, dass bei Neuapostolens die wahre Taufformel gesprochen wird, hat es bei mir "Klick" gemacht. Das war sozusagen der Startschuss, selber nachzuforschen. Was rausgekommen ist, kann man ja heute an meinen Posts bewundern... Ich denke, ich hätte diese Leidensfähigkeit, wenn wir katholisch geblieben wären und die Ehe aus irgendwelchen Gründen auseinandergegangen wäre, nicht aufgebracht... Nein... Ich denke nicht. So ein Spiel hätte mit mir keiner anstellen können.
ullr, noch ein paar übriggebliebene Maronen von der Weihnachtsgans naschend.

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BeitragVerfasst: Sa 27. Dez 2014, 11:40 
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tribald hat geschrieben:
"Ich frag mich ja immer, was treibt Leute, die von Kirchens gemoppt, beleidigt, und regelrecht niedergemacht werden dazu, unbedingt weiter bei diesem Verein bleiben zu wollen. Schwule zum Beispiel. Es ist mir ein Rätsel. Masochismus? "
Es ist für mich überhaupt nicht nachvollziehbar.

Ich habe zunehmend das Gefühl, daß es sich dabei nur um ein Scheinproblem handelt. Der Anteil sowohl der Schwulen als auch der Wiederverheirateten unter den regelmäßigen Kirchgängern dürfte wohl überschaubar sein. Aber es ist natürlich ein schönes Thema, um in den Nachrichten zu bleiben. Oder wie die Werbefachleute sagen: Es gibt keine schlechten Nachrichten. Die Evangelen haben das Problem nicht, also redet auch keiner über sie.

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BeitragVerfasst: Sa 27. Dez 2014, 12:52 
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Marcellinus hat geschrieben:
tribald hat geschrieben:
"Ich frag mich ja immer, was treibt Leute, die von Kirchens gemoppt, beleidigt, und regelrecht niedergemacht werden dazu, unbedingt weiter bei diesem Verein bleiben zu wollen. Schwule zum Beispiel. Es ist mir ein Rätsel. Masochismus? "
Es ist für mich überhaupt nicht nachvollziehbar.

Ich habe zunehmend das Gefühl, daß es sich dabei nur um ein Scheinproblem handelt. Der Anteil sowohl der Schwulen als auch der Wiederverheirateten unter den regelmäßigen Kirchgängern dürfte wohl überschaubar sein...

Da bin ich mir nicht so sicher. ;)
ullr

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