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 Betreff des Beitrags: Uralte Rituale
BeitragVerfasst: Fr 18. Okt 2013, 07:24 
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Wegen uralten Ritualen, werden in Deutschland Tiere gequält, sie sollen den Moment ihres Todes bewußt erleben, sonst schmeckt wohl ihr Fleisch bei dem Opferungsfest der Kopfwindelträgerreligion nicht. Dazu werden Straßen abgesperrt, wg. dem großen Andrang und Menschen, die Fleischereien "anfeinden" weil sie diesen barbarischen Akt des Schächtens praktizieren, werden als Fremdenfeinde diffamiert. Da sind seit über einem Jahr Schandgesetze bei uns gültig, die das Verstümmeln von Geschlechtsteilen wehrloser Menschen legalisieren. Da dürfen User öffentlich kundtun, das Prügeln der Kinder wäre zu akzeptieren, wenn es einen religiösen Hintergrund hat.
Leute, das soll ein Staat sein, der Menschenrechte (von Tierrechten garnicht zu reden) schützt? Und alle, alle ach so gutmenschlichen Religioten, die ducken sich weg, halten ihren Mund, unterstützen eben nicht Organisationen, die sich gegen diese uralten barbarischen Akte richten.
Wie gut, dass die Kadavergehorsamkeitsstory Abraham-Isaak noch in die kinderverträgliche Version umgebogen wurde, sonst... ach lassen wir das...
ullr

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 Betreff des Beitrags: Re: Uralte Rituale
BeitragVerfasst: Sa 19. Okt 2013, 05:59 
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Hallo ullr,

Zitat:
Da dürfen User öffentlich kundtun, das Prügeln der Kinder wäre zu akzeptieren, wenn es einen religiösen Hintergrund hat.


Nun, das nennt man "Meinungsfreiheit". Ich nehme nun nicht an, Du willst hiermit Zensur befuerworten, sondern schlicht aufgeregt bist; es ist aber mMn nicht so schlimm, wenn jemand in einem Forum ignorante Meinungen vertritt (es ist vielmehr sogar besser, da wissen wir zumindest, was Manche unter uns wirklich denken), solange die nicht Gesetz warden.

Jetzt setze ich mich ganz in die Nesseln: Religion an sich hat nicht mehr soviel Macht, sondern viel eher der Respekt vor fremden Kulturen (Islam, Judentum), die man nicht mehr kritisieren kann , ohne als Rassist zu erscheinen - und dies alles hat natuerlich ganz nachvollziehbare historische Gruende. Dem Christentum laesst man, wie mir scheint, nicht mehr viel durchgehen; Komiker duerfen den Papst problemlos kritisieren, da er ja weiss ist, doch sind sie gleich "Rassisten", wenn sie das Gleiche mit einem Mullah tun.


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 Betreff des Beitrags: Re: Uralte Rituale
BeitragVerfasst: Sa 19. Okt 2013, 06:18 
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Registriert: So 14. Apr 2013, 05:06
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Domingo hat geschrieben:
Hallo ullr,

Zitat:
Da dürfen User öffentlich kundtun, das Prügeln der Kinder wäre zu akzeptieren, wenn es einen religiösen Hintergrund hat.


Nun, das nennt man "Meinungsfreiheit". Ich nehme nun nicht an, Du willst hiermit Zensur befuerworten, sondern schlicht aufgeregt bist; es ist aber mMn nicht so schlimm, wenn jemand in einem Forum ignorante Meinungen vertritt (es ist vielmehr sogar besser, da wissen wir zumindest, was Manche unter uns wirklich denken), solange die nicht Gesetz warden.

Um des nicht vorhandenen Gottes Willen... ;) Mich überrascht es im negativen Sinn, dass eigentlich sehr intelligente Menschen so eine Meinung vertreten. Und noch nicht mal religiös verschwurbeln...
Zitat:
Jetzt setze ich mich ganz in die Nesseln: Religion an sich hat nicht mehr soviel Macht, sondern viel eher der Respekt vor fremden Kulturen (Islam, Judentum), die man nicht mehr kritisieren kann , ohne als Rassist zu erscheinen - und dies alles hat natuerlich ganz nachvollziehbare historische Gruende. Dem Christentum laesst man, wie mir scheint, nicht mehr viel durchgehen; Komiker duerfen den Papst problemlos kritisieren, da er ja weiss ist, doch sind sie gleich "Rassisten", wenn sie das Gleiche mit einem Mullah tun.

Ja, und noch schlimmer, wenn sie religiotische Rabbis auf den Arm nehmen. Ich möchte nicht wissen, wenn mal die unsäglichen Riten und Verhaltensweisen tiefreligöse Juden in Israel gründlich verarscht werden, was dann passiert.
Das hat -glaub ich- mal einen Grünen seine Bewerbung auf ein Abgeordnetenmandat vermasselt:
Wetzt das Messer, singt ein Lied,
Ab die Vorhaut von dem Glied.
Kinder können sich nicht wehren,
darum müssen sie uns ehren.
Wir verstümmeln, wir beschneiden
Recht und Vorhaut; allen beiden
muss man hier den Garaus machen,
denn wir steh’n auf solche Sachen.
Und ihr Schreien hilft so wenig,
denn wer festhält, ist der König.
Wir bestimmen, was hier Recht.
Wer dagegen ist, ist schlecht.
Gründe sind uns ganz egal,
der Verstand, der kann uns mal.
Bist Du für ein intaktes Glied,
so bist Du gleich Antisemit. (**** *****, Grüner)

Wenn diese Polemik der Moderation zu scharf ist, habe ich nichts dagegen, wenn sie gelöscht ist. Ich möchte dem Forum keine Schwierigkeiten machen
ullr

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 Betreff des Beitrags: Re: Uralte Rituale
BeitragVerfasst: Mo 28. Okt 2013, 11:33 
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Beiträge: 140
Domingo hat geschrieben:
Zitat:
Da dürfen User öffentlich kundtun, das Prügeln der Kinder wäre zu akzeptieren, wenn es einen religiösen Hintergrund hat.

Nun, das nennt man "Meinungsfreiheit".

Fällt das noch unter Meinungsfreiheit? Oder ist das schon 'Aufforderung zu einer Straftat'
(Die Öffentliche Aufforderung zu Straftaten ist in Deutschland gemäß § 111 Strafgesetzbuch (StGB) ein Vergehen, das mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe bestraft wird.) denn nach dem BGB, Buch 4-Familienrecht (§§ 1297 - 1921); Abschnitt 2-Verwandtschaft (§§ 1589 - 1772); Titel 5 - Elterliche Sorge (§§ 1626 - 1698b heisst es: "Kinder haben ein Recht auf gewaltfreie Erziehung. Körperliche Bestrafungen, seelische Verletzungen und andere entwürdigende Maßnahmen sind unzulässig."

Domingo hat geschrieben:
Religion an sich hat nicht mehr soviel Macht, ...

...in Westeuropa. Aber wie steht das mit dem Rest der Welt?


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 Betreff des Beitrags: Re: Uralte Rituale
BeitragVerfasst: Fr 1. Nov 2013, 17:51 
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Religion "an sich" hatte meistens nicht viel Macht, sondern war vor allem ein ideologisch-propagandistischer Partner für die primären Machthaber. Zum Beispiel in Form des Gottesgnadentums, also wenn es darum geht, Machtansprüche zu rechtfertigen und Imperien zu integrieren. Diese Rolle bekleidet die Religion nach wie vor, im "Westen" ist sie lediglich eher in der Lauerstellung.


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 Betreff des Beitrags: Re: Uralte Rituale
BeitragVerfasst: Fr 1. Nov 2013, 20:37 
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Crocus hat geschrieben:
Religion "an sich" hatte meistens nicht viel Macht, sondern war vor allem ein ideologisch-propagandistischer Partner für die primären Machthaber. Zum Beispiel in Form des Gottesgnadentums, also wenn es darum geht, Machtansprüche zu rechtfertigen und Imperien zu integrieren. Diese Rolle bekleidet die Religion nach wie vor, im "Westen" ist sie lediglich eher in der Lauerstellung.

Zitat:
Religion "an sich" hatte meistens nicht viel Macht,

Der Meinung war ich auch mal. Bis mich ein ägyptischer Intellektueller, der in Hamburg Architektur studierte, eines anderen belehrte... Nein, diese Macht reicht tiefer. Wenn in Foren ein religiöser, studierter Chemiker widerspruchslos absondern darf - in Deutschland wohlgemerkt- er hätte Verständnis und akzeptiert es, wenn Kinder aus religiösen Gründen geprügelt werden...
ullr

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 Betreff des Beitrags: Re: Uralte Rituale
BeitragVerfasst: Mo 4. Nov 2013, 17:17 
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ullr hat geschrieben:
Wenn in Foren ein religiöser, studierter Chemiker widerspruchslos absondern darf - in Deutschland wohlgemerkt- er hätte Verständnis und akzeptiert es, wenn Kinder aus religiösen Gründen geprügelt werden...
ullr

Ausnahmsweise kann so etwas schon mal vorkommen. Ich selbst bin nur in sehr wenig Foren aktiv (wirklich aktiv eigentlich nur hier hin und wieder), hast du wirklich den Eindruck, dass das ein verbreitetes Phänomen ist? In entsprechend ausgerichteten Foren mag das ja Anklang finden, aber sonst sehe ich das nicht.


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 Betreff des Beitrags: Re: Uralte Rituale
BeitragVerfasst: Mo 4. Nov 2013, 18:06 
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Vllt. noch etwas zum Verhältnis von politischer Macht und Religion: Echte Theokratien - also Gesellschaftsmodelle, in denen tatsächlich die Geistlichen auch Spitzenpositionen dominieren - sind historisch bis heute recht selten. Zeitweilig gab es das mit dem Buddhismus in Tibet ab Mitte 20. Jh.; od. z.B. die iranische Theokratie unter Ayatollah Khomeini. Die häufigste und traditionelle Form politischer Einflussnahme durch den Klerus war (und ist noch immer) eine symbiotische (manchmal vllt. auch parasitäre) Kopplung an primär säkulare Herrscher, die sich selbst jedoch auch gelegentlich einem religiösen Auftrag verpflichtet sahen, bzw. dies vorgeblich oder ernsthaft erklärten (zB. gerade Charlemagne, auf den das Papsttum seinerzeit in kritischer Weise angewiesen war).

Die Macht religiöser Institutionen war also eigentlich meistens überwiegend indirekt, während die tatsächlich direkt ausgeübte Macht sich mehr oder weniger auf psychologischen Einfluss auf die armen und abhängigen Bevölkerungsanteile beschränkte. Das mittelalterliche Papsttum war eine gewisse Ausnahme, musste aber letztendlich in den wichtigsten Auseinandersetzungen mit (i. W.) weltlichen Institutionen meistens den Kürzeren ziehen. Religion im Zusammenhang mit familiären Hierarchien, sozialen Sitten, bis hin zu Ausrottungsbestrebungen (z.B. Hexenwahn, Katharer-Kreuzzug) war meistens nur ein sehr dezentraler Einflussgeber und in seiner Abhängigkeit von weltlichen Institutionen auch keine legislative Instanz für die feudalen Machthaber.

Bspw. war zwar der "Hexenhammer" das antisoziale Machwerk eines verrückten und besessenen Heinrich Kramer (der seinen Schrieb in Reaktion auf eine Niederlage in seinem hetzerischen Vorhaben verfasste), hatte aber mit den tatsächlichen Auswüchsen der Hexenverfolgung kaum etwas zu tun, da das Werk weder geistliche noch weltliche Anerkennung fand. Die eigentlichen Ursachen für die Hexenverfolgungen, die ein weitaus bescheideneres Ausmaß hatten als lange Zeit angenommen, lagen überwiegend in der Verantwortung lokaler Feudalherren und Administratoren (Grafen, Vögte, etc.). Die Inquisition verblasste dagegen übrigens weitestgehend.


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 Betreff des Beitrags: Re: Uralte Rituale
BeitragVerfasst: Mo 4. Nov 2013, 22:49 
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Registriert: So 14. Apr 2013, 05:06
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Crocus hat geschrieben:
ullr hat geschrieben:
Wenn in Foren ein religiöser, studierter Chemiker widerspruchslos absondern darf - in Deutschland wohlgemerkt- er hätte Verständnis und akzeptiert es, wenn Kinder aus religiösen Gründen geprügelt werden...
ullr

Ausnahmsweise kann so etwas schon mal vorkommen. Ich selbst bin nur in sehr wenig Foren aktiv (wirklich aktiv eigentlich nur hier hin und wieder), hast du wirklich den Eindruck, dass das ein verbreitetes Phänomen ist? In entsprechend ausgerichteten Foren mag das ja Anklang finden, aber sonst sehe ich das nicht.

Ich meine, ja. Jedenfalls unter den Hardcorechristen. D.h. jenen, die offensiv für ihren Glauben z.B. in Internetforen missionieren bzw diesen verteidigen. Der christliche Schlaffi, der nur zur Feier der Christmette und der Osternacht in der Kirche zu finden ist, weil es so schön romantisch ist, gehört sicher nicht dazu. Vor ein paar Jahren war ich noch anderer Meinung. Man lernt dazu...
Von allen Christen, die ich aus Foren, teilweise sogar persönlich, kennengelernt habe, sind zwei übriggeblieben, vor denen ich Achtung habe und die ich gerne treffen bzw. wiedertreffen wollte. Der Rest...
Und ja, Perlenschmuggler ist auch das einzige weltanschauliche Forum, in dem ich poste.
ullr

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Zuletzt geändert von ullr am Mo 4. Nov 2013, 23:07, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Uralte Rituale
BeitragVerfasst: Mo 4. Nov 2013, 23:05 
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Beiträge: 1096
Crocus hat geschrieben:
...
Die Macht religiöser Institutionen war also eigentlich meistens überwiegend indirekt, während die tatsächlich direkt ausgeübte Macht sich mehr oder weniger auf psychologischen Einfluss auf die armen und abhängigen Bevölkerungsanteile beschränkte.
...

Ja, ich gehe ja mit Dir und mit dem gesamten Post von Dir einig. Aber diesen indirekten Einfluss, ich meine, den unterschätzt Du. Es ist wirklich nicht einfach, wenn Du zu einem wirklich gläubigen Christen gedrillt wirst (es ist geistiger Drill, primitiv aber sehr wirkungsvoll, ich merk das sogar an meiner 3,5 Jahre alten Enkelin, die in einen katholischen Kindergarten geht) Dich zu lösen und ich habe gelernt, dass Gläubige sehr schnell grundlegendes Recht über Bord werfen, wenn es gegen ihren Glauben geht. Wenn sie ihren Verstand wegschmeißen, weil sie sonst mit den Widersprüchlichkeiten ihrer Ideologie nicht klarkommen, das ist mir egal, das akzeptiere ich, und das wird mir einen Streit mit einem anderen nicht wert sein. Wenn es gegen eines der grundlegenden Menschenrechte geht, sieht die Sache ganz anders aus. Dieser Graben ist für mich nicht mehr überwindbar.
ullr

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