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 Betreff des Beitrags: Vollkommenheit
BeitragVerfasst: Mi 26. Jun 2013, 01:00 
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Registriert: Sa 13. Apr 2013, 20:04
Beiträge: 519
In der Bibel steht:

Mt 5,48 "Darum sollt ihr vollkommen sein, wie euer Vater im Himmel vollkommen ist."

2Kor 13,9 "Wir freuen uns ja, wenn wir schwach sind und ihr mächtig seid. Um dies beten wir auch, um eure Vollkommenheit.

Woran erkennt man Vollkommenheit oder weiss, wann man vollkommen ist?
Was ist Vollkommenheit?
Gibt es ein nachweisbares Modell für Vollkommenheit?


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 Betreff des Beitrags: Re: Vollkommenheit
BeitragVerfasst: Mi 26. Jun 2013, 20:35 
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Registriert: Fr 10. Mai 2013, 14:41
Beiträge: 270
Machst du Witze oder siehst du vor lauter wohlgehegtem Forst die Bäume des vollkommenen Blödsinns nicht mehr, wie sie pickelgleich Allerorten in einem kunterbunten Einerlei aus dem Unterholzkopftum emporsprießen, dass es in den Kronen nur so grau zusammenwuchert. Ha.

Vollkommenheit ist hier wohl ein religiöses Bild. Was damit eigentlich gesagt wird, könnten vermutlich nur Gehirnarchäologen erschließen. Ich schätze mal, es geht um soziale Konformität und um irgendein seltsames Ebenbildsdingsbums.


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 Betreff des Beitrags: Re: Vollkommenheit
BeitragVerfasst: Mi 26. Jun 2013, 20:54 
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Administrator

Registriert: Do 2. Mai 2013, 21:00
Beiträge: 217
Es waere doch schon gut genug, wenn ein heutiger Christ uns sagen wuerde, was das Wort bedeuten soll. Ich als A&A kann andererseits gar nichts dazu sagen. Mecky?


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 Betreff des Beitrags: Re: Vollkommenheit
BeitragVerfasst: Do 27. Jun 2013, 08:09 
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Registriert: So 14. Apr 2013, 05:06
Beiträge: 1096
Anektote:
Als Lehrling war ich einer der wenigen, die in der Werkzeugbauwerkstatt Endmaße anfassen durften. Das hing nicht nur mit meiner Sorgfalt sondern auch mit meinen trockenen Händen zusammen.
Endmaße sind kleine Quader aus Stahl, so genau geschliffen, gehont und geläppt und gemacht und getan, dass sie, wenn sie längere Zeit zusammengesetzt waren, "kalt verschweißen" dh die Abstände der beiden aufeinanderliegenden Flächen war so klein, dass die Adhäsionskräfte der Molelüle wirksam wurden. Es waren "vollkommene" Ebenen.
Wenn aber diese Ebene unter einem hochauflösendem Mikroskop betrachtet wurde, entpuppte sie sich als eine kristalline Wüste. Nichts mit "vollkommen" Trivial, ja. Für einen Lehrling damals nicht so sehr. Der simelierte darüber. Der kannte den Ausdruck "vollkommen" von seiner Religion her. Der vollkommene Gott....die vollkommene Ebene. Auf die Idee bin ich nicht gekommen, die Schlussfolgerung zu ziehen, wenn es Vollkommenheit nur in idealer Betrachtung gibt, aber nicht in Realität, wieso soll es einen vollkommenen Gott geben, Welche Hinweise liegen dafür vor?
ullr

_________________
"Jede Religion hat das Recht, verarscht zu werden." - Heute Show am 31. Okt 2014


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 Betreff des Beitrags: Re: Vollkommenheit
BeitragVerfasst: Do 27. Jun 2013, 09:45 
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Registriert: So 14. Apr 2013, 09:59
Beiträge: 771
ullr hat geschrieben:
Anektote:
... wenn es Vollkommenheit nur in idealer Betrachtung gibt, aber nicht in Realität, wieso soll es einen vollkommenen Gott geben, Welche Hinweise liegen dafür vor?
ullr

Gar keine natürlich! Dieses Universum ist ein autonomer, absichts- und zielloser Prozeß. Vollkommen ist da gar nichts. Es ist einfach nur wie es ist.

_________________
"Mangel an historischem Sinn ist der Erbfehler aller Philosophen ... Alles aber ist geworden;
es gibt keine ewigen Tatsachen: sowie es keine absoluten Wahrheiten gibt."


- Friedrich Nietzsche


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 Betreff des Beitrags: Re: Vollkommenheit
BeitragVerfasst: Do 27. Jun 2013, 10:04 
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Registriert: So 14. Apr 2013, 05:06
Beiträge: 1096
Marcellinus hat geschrieben:
ullr hat geschrieben:
Anektote:
... wenn es Vollkommenheit nur in idealer Betrachtung gibt, aber nicht in Realität, wieso soll es einen vollkommenen Gott geben, Welche Hinweise liegen dafür vor?
ullr

Gar keine natürlich! Dieses Universum ist ein autonomer, absichts- und zielloser Prozeß. Vollkommen ist da gar nichts. Es ist einfach nur wie es ist.

Ja, so sehe ich es ja auch. Wenn ich Götter über den Sternenhimmel schreiten sehe, ist es mein Kopfkino, es ist meine Phantasie. Manchmal vertreib ich mir meine Zeit beim Warten damit. ;)
Zu der Zeit hat mich die Diskussion von Sokrates mit ???? beeindruckt, in der er zeigen wollte, dass die Vorstellung idealer Körper/Flächen in jedem Menschen vorhanden ist und nur zu wecken ist. (Es war die Diskussion, indem er einen unwissenden Sklaven zu der -eigenen- Erkenntnis bringt, das sich bei der Verdoppelung der Seitenlänge eines Quadrates der Flächeninhalt vervierfacht). Damals hätte ich möglicherweise den Schluss ziehen können, das es in der Welt real keine idealen Dinge gibt, obwohl wir sie uns vorstellen können...
Man braucht die Dinge nur genauer zu betrachten...
ullr

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 Betreff des Beitrags: Re: Vollkommenheit
BeitragVerfasst: Fr 28. Jun 2013, 01:22 
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Registriert: Sa 13. Apr 2013, 20:04
Beiträge: 519
Domingo hat geschrieben:
Es waere doch schon gut genug, wenn ein heutiger Christ uns sagen wuerde, was das Wort bedeuten soll.

Darauf bekommt man aber leider von (Forums-)Christen keine Antwort, ich denk, die wissen es ja selber nicht mal und/oder man weicht solchen Fragen geschickt aus....
Weiters fiel mir in christlichen Foren oft auf, dass Christen über unklare Inhalte der Bibel diskutieren oder Aussagen von Jesus etc.-anstatt dass jeder für sich mit diversen Fragen (die sie sonst in Foren sich gegenseitig stellen)... sich direkt an Gott wendet und eine Antwort abwartet und die dann mit den Gebetsantworten der andren Christen vergleicht...
Ich denke, wenn sie eines Geistes (holy spirit) sind und der Vater, als auch der Sohn in ihnen Wohnung genommen haben, wie die Bibel es aussagt, müsste doch jeder die selbe Antwort erhalten= das selbe Ergebnis und somit könnten sie einheitlich darauf antworten, was denn nun göttliche Vollkommenheit sei....uva.
Tja Bild

Crocus hat geschrieben:
die Bäume des vollkommenen Blödsinns

Ein Blödsinn, der vollkommen ist?
Also du weisst, was vollkommen ist? :)


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 Betreff des Beitrags: Re: Vollkommenheit
BeitragVerfasst: Fr 28. Jun 2013, 02:35 
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Registriert: Fr 10. Mai 2013, 14:41
Beiträge: 270
Die Abwesenheit von Mängeln. Makelloser Blödsinn eben. :)


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 Betreff des Beitrags: Re: Vollkommenheit
BeitragVerfasst: Sa 29. Jun 2013, 09:35 
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Registriert: Do 27. Jun 2013, 09:12
Beiträge: 3
Crocus hat geschrieben:
Was damit eigentlich gesagt wird, könnten vermutlich nur Gehirnarchäologen erschließen.
Als bescheidener und neugieriger Mensch interessiert mich Gehirnarchäologie, denn Äußerungen und Ergüsse geben eventuell Hinweise auf Strukturen von Gehirnen der Urheber.

Anscheinend ist der Begriff “Vollkommenheit“ heutzutage auch für die Christen mehr oder weniger rätselhaft, in der Philosophie (=Gehirnarchäologie) gehörte er jedoch bis in die beginnende Neuzeit zum gängigen Repertoire. Für mich scheinen “Vollkommenheit“ und “Einheit“ synonyme Begriffe zu sein, dann würde der Text auch heute noch einen Sinn machen: die eigene Person als Teil eines umfassenden Ganzen. Diese Sichtweise findet sich in unterschiedlichen Epochen und Kulturen bis in die Gegenwart.


Zuletzt geändert von FlorianS am Do 10. Mär 2016, 11:26, insgesamt 2-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Vollkommenheit
BeitragVerfasst: Mi 3. Jul 2013, 01:54 
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Registriert: Fr 10. Mai 2013, 14:41
Beiträge: 270
Hallo.

Meinst du nicht, dass es da um Vollkommenheit als Gottesebenbildlichkeit geht? Passt vielleicht ja auch zu Einheit, wenn es um die Zugehörigkeit der eigenen Person zum großen Ganzen geht. Nur scheint mir das das Resultat eines Prozesses zu sein, also zu suggerieren, man müsse diese Einheit durch sein eigenes Verhalten anstreben und herstellen. Ich bin mir auch nicht sicher, ob die Gottesebenbildlichkeit nicht einfach nur auf Anhänger des christlichen Glaubens beschränkt ist, es also letztendlich um einen Elitismus geht, der vom einzelnen eine Anleitbarkeit fordert, also Unterwefung.


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