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BeitragVerfasst: Di 11. Jun 2013, 18:31 
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Registriert: So 2. Jun 2013, 05:23
Beiträge: 46
Alice hat geschrieben:
Zitat:
Stammt diese gute Erklärung der maslovschen Bedürfnishierarchie von Dir. Finde ich gut.

Nö..
Als wir in der Pflegepersonalausbildung unter anderem auch Maslow und Orem durchnahmen, las ich relativ viel im net darüber, da ich mir auf diesem Weg leichter mit lernen tat-und da sties ich darauf und speicherte es auf der Festplatte ab-auch noch ein andres, das mir aber nicht so gut gefiel wie das Obrige,:

Stellen Sie sich Robinson Crusoe vor, der gerade auf der einsamen Insel gestrandet ist. Was wird er wohl tun?

• Zunächst wird er versuchen, sein nacktes Überleben zu sichern, also Essen und frisches Wasser zu suchen, damit er wieder zu Kräften kommt. Wenn er erschöpft ist, wird er eine Weile schlafen
--> Physiologische Grundbedürfnisse.

• Dann überlegt er sich, ob es auf der Insel wilde Tiere gibt. Und was ist, wenn das Wetter mal schlecht wird und es zu Stürmen kommt? Also versucht Robinson Crusoe, sich eine kleine Hütte zu bauen
--> Sicherheitsbedürfnisse.

• Als das alles geklärt ist, beginnt Robinson Crusoe sich zu langweilen. Er führt Selbstgespräche und ist erfreut, als er einen Gefährten - Freitag - trifft
--> Zugehörigkeits- und Liebesbedürfnisse.

• Zu Beginn läuft auch alles gut zwischen beiden, aber dann möchte Robinson sich doch etwas von Freitag abheben und diesem zeigen, dass er ihm überlegen ist. Insgeheim freut Robinson sich riesig über die großen Augen von Freitag, als dieser ihm beim Schnitzen beobachtet
--> Wertschätzungsbedürfnis.

• Als alles geschafft ist, sitzt er den Großteil des Tages am Strand, philosophiert über den Sinn des Lebens und bemüht sich, ein noch besserer Mensch zu werden
--> Bedürfnis nach Selbstverwirklichung.


Auch super Eselsbrücken. Ich paukte die maslovsche Bedürfnis während meiner Pflegefachmannausbildung nicht mit solchen guten Lernhilfen.

Das zweite und fünfte Grundbedürfnis sind Kräfte, um unternehmerisch tätig zu werden und zu sein. Gäbe es Menschen mit diesen beiden Antriebsmotoren nicht, müssten wir verhungern.

Israel ist ein Beispiel für positive wie auch negative Kräfte: Israel hat brachliegendes Land, das vorher Wüste war, zu einem blühenden Land gemacht. Im Bedürfnis nach Sicherheit und im Bedürfnis nach Selbstverwirklichung. So haben die Israeli der Region Wohlstand gebracht und auch armen Palästinensern zu einem Arbeitsplatz verholfen.

Aber die beiden Kräfte haben auch die Tendenz, über das Ziel hinaus zu schiessen. Eben ähnlich wie in beiden amerikanischen Kontinentsteilen. Man hat die Indianer oder eben auch viele Palästinenser an die Wand gedrängt.

Wenn unser Egoismus nicht von Respekt, Wertschätzung und Achtung im Zaum gehalten wird, müsste die Allgemeinheit diese Grenzen setzen.

Gottgläubige müssten hier Vorreiter sein. Für sie ist ein Gott der Schöpfer aller Werke. Entsprechend müssten sie die schützende Hand über die Natur, die Tiere und Mitmenschen halten. Der "Selektion der Stärkeren" Grenzen aufzeigen und mithilfe der Allgemeinheit überlebenswichtiges solidarisches Denken und Gesetze verwirklichen helfen.

Und hier ist für mich der Malus versteckt, den ich den Religiösen vorhalte. Sie stellen weithin die Wirtschaft über die Menschen. Statt den Menschen zu dienen, wird dann die Wirtschaft zum Moloch, der Millionen von Arbeitsplätzen für einfache Menschen verschlingt. Dass das kein Gottesdienst mehr ist, müssten Religiöse verinnerlichen, selbst neue Denk- und Verhaltensmuster und damit echten Gottesdienst zu leben beginnen.


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BeitragVerfasst: Di 11. Jun 2013, 19:15 
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Registriert: Sa 13. Apr 2013, 20:04
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GerhardIngold hat geschrieben:
Auch super Eselsbrücken.

Vielleicht für Grundschulkinder ;)

Für die Pflegeausbildung wäre das ein bisschen zu wenig ,wenn man nur die Bedürfnisse eines Menschen (nach der Maslowpyramide) wüsste, denn diese kennen wir ja ohnehin aus Erfahrung...
In der Ausbildung und Praxis geht es ja um mehr als nur diese paar Bedürfnisse, um das man die Klienten(Patienten/Mitmenschen) besser verstehn kann und sich in sie hineinversetzen kann...
Psychologie für....
Solche Artikel und Bücher las (und les ich noch immer) und sie haben mir auch sehr viel geholfen-auch dasPflegemodell nach Erwin Böhm und Naomi Feil für Validation-welche auch sehr hiflreich ist für Angehörige von Demenzbetroffenen...
Zitat:
Ich paukte die maslovsche Bedürfnis während meiner Pflegefachmannausbildung nicht mit solchen guten Lernhilfen.

Ja-das Internet ist diesbezüglich schon sehr hilfreich-auch zur privaten Weiterbildung ;)
Sorry-dass ich jetzt zu OT wurde :oops:


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BeitragVerfasst: Di 11. Jun 2013, 23:07 
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Registriert: So 2. Jun 2013, 05:23
Beiträge: 46
Alice hat geschrieben:
GerhardIngold hat geschrieben:
Auch super Eselsbrücken.

Vielleicht für Grundschulkinder ;)

Für die Pflegeausbildung wäre das ein bisschen zu wenig ,wenn man nur die Bedürfnisse eines Menschen (nach der Maslowpyramide) wüsste, denn diese kennen wir ja ohnehin aus Erfahrung...
In der Ausbildung und Praxis geht es ja um mehr als nur diese paar Bedürfnisse, um das man die Klienten(Patienten/Mitmenschen) besser verstehn kann und sich in sie hineinversetzen kann...
Psychologie für....
Solche Artikel und Bücher las (und les ich noch immer) und sie haben mir auch sehr viel geholfen-auch dasPflegemodell nach Erwin Böhm und Naomi Feil für Validation-welche auch sehr hiflreich ist für Angehörige von Demenzbetroffenen...
Zitat:
Ich paukte die maslovsche Bedürfnis während meiner Pflegefachmannausbildung nicht mit solchen guten Lernhilfen.

Ja-das Internet ist diesbezüglich schon sehr hilfreich-auch zur privaten Weiterbildung ;)
Sorry-dass ich jetzt zu OT wurde :oops:


Natürlich hast Du recht. Es wäre wirklich kümmerlich. Besonders als Pflegefachmann Psychiatrie DN II.

Ich versuche nur, etwas zu verknüpfen, was mir wichtig ist.

Validation richtet sich nicht in erster Linie an Angehörige. Diese können aber lernen, die Validation im Gespräch mit Demenzerkranken anzuwenden.

Doch das ist ein ganz anderes Thema. Hier versuche ich nicht zu validieren, da ich es mit "gesunden" Gegenüber zu tun habe. Hier versuche ich zu diskutieren, ob die Wahrnehmung nicht auch anders sein könnte. Bei Demenzerkrankten kann man das nicht mehr, da hilft ihnen validieren mehr.

Meine Wahrnehmung ist, dass die Religiösen zwar einem Gott aber nicht einem universellen möglichen Schöpfer sondern dem Götzen Mammon dienen. Sie begrenzen dabei ihre Freiheit nicht an der Freiheit ihrer schwächeren Mitmenschen. Vielmehr nehmen ca. 5% der Weltbevölkerung für ihre Bedürfnisse ca. 95% des Weltvermögens und lassen dadurch die Mehrheit der Mitmenschen in Unfreiheit zurück. Den Begriff Freiheit sehe ich denn auch anders, als er definiert wird. Wer sich zB als Hartz-IV-Abhängiger nicht an Kultur usw. teilhaben kann, ist aus dieser Sicht nicht frei sondern durch die fehlenden Geldmittel an die eigenen vier Wände gekettet. Das ist keine Freiheit sondern Unfreiheit. Noch schlimmer ist dann die Unfreiheit, wenn man kein Dach über dem Kopf oder nichts zu essen und trinken hat.

Wir können hier in diesem Bereich unsere Wahrnehmung ändern. Vielleicht ist ja meine falsch. Bisher überzeugten mich aber keine Gegenargumente.


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BeitragVerfasst: Fr 14. Jun 2013, 21:39 
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Religiöse Menschen dienen den gleichen zwei Grundbedürfnissen wie jedes andere Lebewesen:
1. Nahrungsaufnahme
2. Fortpflanzung.

Der Mensch ist ein sozial lebendes Säugetier. Über den Erfolg bei Nahrungsaufnahme und Fortpflanzung entscheiden
a) die Gruppenzugehörigkeit,
b) der soziale Status innerhalb der jeweiligen Gruppe.

Religion ist ein Ausdruck der Gruppenzugehörigkeit. Gläubigkeit sichert einen höheren sozialen Status gegenüber
a) Andersgläubigen,
b) weniger stark Gläubigen.

So spricht der HERR. Amen.


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BeitragVerfasst: Sa 15. Jun 2013, 01:54 
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Beiträge: 46
JackSparrow hat geschrieben:
Religiöse Menschen dienen den gleichen zwei Grundbedürfnissen wie jedes andere Lebewesen:
1. Nahrungsaufnahme
2. Fortpflanzung.

Der Mensch ist ein sozial lebendes Säugetier. Über den Erfolg bei Nahrungsaufnahme und Fortpflanzung entscheiden
a) die Gruppenzugehörigkeit,
b) der soziale Status innerhalb der jeweiligen Gruppe.

Religion ist ein Ausdruck der Gruppenzugehörigkeit. Gläubigkeit sichert einen höheren sozialen Status gegenüber
a) Andersgläubigen,
b) weniger stark Gläubigen.

So spricht der HERR. Amen.


Dass Maslow die Fortpflanzung bei keinem der Bedürfnisse der Bedürfnishierarchie erwähnt hat, ist tatsächlich ein Mangel.


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BeitragVerfasst: Sa 15. Jun 2013, 06:21 
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GerhardIngold hat geschrieben:
Dass Maslow die Fortpflanzung bei keinem der Bedürfnisse der Bedürfnishierarchie erwähnt hat, ist tatsächlich ein Mangel.

Hat er doch


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BeitragVerfasst: Sa 15. Jun 2013, 15:10 
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Beiträge: 46
Alice hat geschrieben:
GerhardIngold hat geschrieben:
Dass Maslow die Fortpflanzung bei keinem der Bedürfnisse der Bedürfnishierarchie erwähnt hat, ist tatsächlich ein Mangel.

Hat er doch


Deine Antwort finde ich etwas dürftig. Wenn er an anderen Orten etwas über die Sexualität sagte, dann aber meines Wissens nicht bei seiner Bedürfnishierarchie.

Aber es sind leider schon vierzig Jahre her, seit ich mich mit dieser Bedürfnishierarchie auseinandergesetzt habe. Du bist jünger und hast frischeres Wissen als ich.


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BeitragVerfasst: Sa 15. Jun 2013, 21:03 
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Beiträge: 270
JackSparrow hat geschrieben:

Religion ist ein Ausdruck der Gruppenzugehörigkeit. Gläubigkeit sichert einen


Das kann sein, sichert aber auch den Erhalt des eigenen sozialen Status nach außen, unabhängig von der relativen Ranghöhe desselben und verhindert ggf. den Aufsteig in der eigenen Gruppe eher als in einer externen Position. Mal so dazwischen dreingesenft lol

Was ist mit der Kursivschrift los?


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BeitragVerfasst: Di 18. Jun 2013, 19:13 
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Da unser Körper aus Zellen ausgebaut ist, sollte man beim Aufstellen einer Bedürfnishierarchie eventuell auf zellulärer Ebene anfangen und nicht auf der Ebene kulturell geprägter menschlicher Logik.

Würden wir sämtliche Bedürfnisse streichen, die sich nicht zum Beispiel auf einen Hefepilz übertragen lassen, würden wir eventuell zu der Schlussfolgerung gelangen, dass Fortpflanzung die Motivation jeglichen Verhaltens darstellt. Wäre Sex ohne Nahrungsaufnahme möglich, würden wir sogar aufs Essen verzichten.


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BeitragVerfasst: Di 18. Jun 2013, 19:40 
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Crocus hat geschrieben:
Das kann sein, sichert aber auch den Erhalt des eigenen sozialen Status nach außen,

Sicher kann man in mehreren sozialen Gruppen gleichzeitig einen hohen Status einnehmen, ansonsten denke ich aber nicht, dass der soziale Status gruppenübergreifend gültig ist.

Wenn wir eine Gruppe namens "die Katholiken" definieren und ihr Alpha-Männchen als "den Papst" bezeichnen, dann wäre dieser Status nur innerhalb dieser Gruppe festgelegt. Zumindest wenn man davon ausgeht, dass dort tatsächlich der Papst die Entscheidungen trifft und nicht nur als Repräsentant nach außen dient.

In jeder anderen Gruppe, beispielsweise "die Protestanten", würde der Papst allerdings nicht diesen Rang einnehmen, weil er dafür erst deren Alpha-Männchen zur Unterordnung zwingen müsste.


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