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 Betreff des Beitrags: Welchem Gott dienen die Religiösen
BeitragVerfasst: So 2. Jun 2013, 15:32 
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Registriert: So 2. Jun 2013, 05:23
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Diese Text richtet sich an Religiöse. Und damit an Menschen, welche als Juden, als Christen, als Muslime usw. einen Gott zu verehren angeben. Einen Gott, der nach ihrer Überzeugung das Universum, die Welt, die Natur, die Tiere und Mitmenschen erschaffen haben soll.

Welche Werke hat Jahwe, Gott oder Allah nach der Überzeugung der Gottgläubigen erschaffen?

Nach der Überzeugung aller Religiösen hat eine personifizierte Größe, alles geschaffen, was wir mit dem Sehsinn, dem Gehörsinn, dem Geschmacksinn, dem Geruchssinn und dem Tastsinn wahrnehmen können. Gott ist nach der Sicht aller Religiösen der große Kreator oder Töpfer alles Seins.

Das Universum, die Welt, die Natur, die Tiere und die Menschen sind somit alles Gottes Werk. Deshalb singen viele Religiöse das Lied: „Großer Gott wir loben dich und preisen deine Werke.“ Gott ist damit ein universeller Töpfer. Ein Töpfer, welcher den Menschen nach alttestamentlicher Legende aus Lehm geformt und dem Menschen das Leben eingehaucht haben soll.

Damit ist die universelle Kraft nach der Überzeugung aller Religiösen auch die Grundlage aller Erfindungen. Es ist ja nach Sicht der Religiösen, Gott, der den Menschen die Erfindergabe, die Gabe des Denkens, die Gabe der Wissensaneignung, die Gabe der Intuition usw. in die menschliche Natur gelegt hat.

Damit ist also Gott auch die Grundlage jeder Erfindung, jedes Buches, jedes Autos usw. Ohne diesen Gott gäbe es nach der Überzeugung der Religiösen nichts.

Wie sollten Gottgläubige ihrem Gott dienen?

Jesus hat den Gottesdienst, wie Gottgläubige ihrem Gott dienen sollen, in markanten Grundgedanken formuliert. Vor Jesus und nach Jesus haben viele Menschen ähnliche Gedanken geredet und geschrieben. Diese Grundgedanken Jesus sind heute humanistische Leitplanken. Viele dieser Humanisten glauben an keinen Gott oder glauben, dass über Gott kein Wissen geben kann. Sie lehnen alle „Offenbarungen“ als menschliches Wunschdenken ab.

Jesus hat sechs Grundgedanken als wesentlich für den Bau eines Reiches Gottes auf Erden formuliert. Er war der inneren Überzeugung, dass diese Grundgedanken dem Willen Gottes entsprechen würden und dass alle, welche diesen Grundgedanken folgen, den Willen Gottes auf Erden tun.

Umfassende Nächstenliebe

Diese Liebe soll in der kleinen Zelle, der Familie anfangen und dann Kreise bis zu den fernsten Menschen ziehen. Da gibt es keine Ausländer oder Inländer sondern nur Menschen. Menschen also, welche Bedürfnisse haben. Nach Maslow sind die Bedürfnisse des Menschen bekannt. Hier also nur das Grundbedürfnis aller Menschen: Das Bedürfnis der Lebenssicherung und damit essen, trinken und einen sicheren Ort zum Schlafen.

Religiöse haben von ihrem Glauben ausgehend die gemeinsame Pflichtaufgabe die Existenz für alles Lebende zu sichern. Solidarisch für die Familienmitglieder bis hin zu den Gliedern des globalen Dorfes der ganzen Welt. (Diese Pflichtaufgabe gilt vorrangig für das schon geborene und nicht erstrangig für das ungeborene Leben.)

Umfassende Barmherzigkeit und Schwächstenschutz

Sünder, wie Prostituierte, Zöllner usw. waren zur Zeit Jesus, wie auch vor und nach der Zeit Jesus die Ausgestoßenen, die Gemiedenen. Mit ihnen setzte sich kein gläubiger Jude an einen Tisch. Jesus war anders und erregte damit Wut bei den frommen Juden. So gingen die frommen Juden zu den Jüngern Jesus und machten ihnen Vorhaltungen, dass Jesus sich mit dem Gesindel abgab und sogar gemeinsam an Tische saß und mit ihnen aß. Die Jünger Jesus waren verunsichert und kamen mit den Vorwürfen zu Jesus. Jesus sagte: „Die Schwachen benötigen Hilfe und nicht die Gesunden.“ Dann zitierte er den alttestamentlichen Propheten Hosea (Hosea 6,6) in der Kurzform: „Ich freue mich nicht an Opfer, sondern an der Barmherzigkeit“ (Matthäus 9,13).

Nach Jesus benötigen nicht die Gesunden und Starken Schutz sondern die Schwächsten. Die Menschen also, welche aus eigener Schuld oder fremder Schuld zu Randständigen geworden waren. Nach Jesus gab es keine „Sozialschmarotzer“ sondern nur Menschen, welche durch Schuld oder fremde Schuld ins Abseits geraten sind.

Jesus sagte damit nichts anderes, als dass die Schwächsten der Gesellschaft trotz eigener oder fremder Schuld, die Barmherzigkeit der gesunden Mitmenschen benötigen würden. Schwächstenschutz der besonders durch die Gottgläubigen kommen müsste.

Umfassender Gewaltverzicht

Nach Jesus ist es besser, auch die andere Wange hinzuhalten, wenn jemand ungerechtfertigt oder auch scheinbar gerechtfertigt schlägt. Nun hat sich Jesus aber auch gegen Gewalt gewehrt und im Tempel bei der Tempelreinigung mit der Peitsche Gewalt angewendet.

Gewalt ist also nicht nur Gewalt. Es gibt Gewalt, welche sinnlos zerstört und Gewalt, welche Schwächere vor der Gewalt Stärkerer oder Kranker schützen will und muss. Eine Frau muss es also nicht hinnehmen, dass ihr ein stärkerer Mann Gewalt antut und vergewaltigt.

Wer also vorgibt, an Gott zu glauben, ist gefordert, Gewalt nur zur Selbstverteidigung zu leben. Das gilt im Kleinen und im Großen. So ist im Großen die Staatengemeinschaft verpflichtet, Diktatoren zur Vernunft zu bringen. Man kann zB Anhänger der Taliban nicht gewähren lassen.


Umfassende Armutsüberwindung

Nach der Legende hat Jesus über das Weltengericht gepredigt. Als Grundlage dieses Gerichts nennt Jesus das richtige oder falsche Tun: „Ich war nackt und ihr habt mich gekleidet. Ich war nackt und ihr habt mit nicht gekleidet. Ich war hungrig und ihr habt mir zu essen gegeben. Ich war hungrig und ihr habt mir nichts zu essen gegeben.“

Nach der Vorgabe Jesus hat jeder Glaubende, welcher einen Gott bekennt, die Aufgabe, jede Form von Armut mit konkreter Hilfe zu überwinden.

Umfassende Feindesliebe

„Was tut ihr besonderes, wenn ihr Freunde liebt und Feinde hasst?“ fragte Jesus seine Nachfolger. Jesus fordert von Menschen, die an Gott glauben, ganz neue Denk- und Verhaltensmuster. Feinde sollen genau gleich wie Freunde behandelt werden. Mit dieser Forderung durchbricht Jesus die gängigen Denk- und Verhaltensmuster, nach dem Prinzip Auge um Auge, Zahn um Zahn zu vergelten. Jesus lehrt hier, dass selbst Straftäter Respekt und Anstand von ihren Mitmenschen erwarten dürfen.

Diese Sicht hat der Humanismus in die Rechtsprechung aufgenommen.

Wie also dienen Gottgläubige ihrem Gott? Es liegt klar auf der Hand: Wer vorgibt, ein universeller Töpfer habe alles geschaffen, muss diesen Werken des universellen Töpfers Respekt und Achtung entgegen bringen. Niemand hat als Gottgläubiger das Recht, die Werke seines Gottes vorsätzlich oder fahrlässig zu zerstören. Gottgläubige sind daher zum Naturschutz, Tierschutz und Menschenschutz verpflichtet.

Wie sieht die Realität aus? Leben die Gottgläubigen die Vorgaben Jesus umfassend?

Gott hat nach der Meinung der Muslime, der Juden und der Christen alles getan, damit wir Menschen unser Leben sichern könnten. Gott hat uns Grund und Boden zum gemeinsamen Nutzen gegeben. Die Früchte, die Pflanzen, die Beeren, die Pilze usw. sollen allen Menschen dienen, um ihre Bedürfnisse nach Essen und Trinken befriedigen zu können. Genauso sollen Bodenschätze wie Erdöl und Erdgas allen Menschen zum gemeinsamen Nutzen dienen.

Nun aber befinden sich ca. 95% der existenzsichernden Lebensgüter in den Händen von ca. 5% der Weltbevölkerung.

Als Kind lernte ich einen Kinderreim: „Kaiser, König, Edelmann, Bürger Bauer Bettelmann.“
Es leben sehr wenige Menschen wie Kaiser. Könige und neuzeitliche Könige wie Filmstars, Musikstars, Sportstars, Manager usw. gibt es schon mehr. Doch von reichen Edelmännern gibt es noch mehr. Die breite Mehrheit sind Bürger. In der Schweiz sind ca. 5% noch Bauern. Die Zahl der Armen wächst weltweit. 20 bis 50 Millionen Menschen sterben weltweit jährlich den Hungertod.

Welches sind die Konsequenzen, wenn man die humanistischen Grundwerte nicht leben will?

Wenn Muslime den Grundgedanken Jesus nicht folgen wollen, sollten sie Jesus aus dem Koran streichen. Wenn Christen den Grundgedanken Jesus nicht folgen wollen, sollen sie das Neue Testament streichen. Wenn Juden den Grundgedanken Jesus nicht folgen wollen, sollen sie Gott aus ihrem Leben streichen. Gottgläubige, welche den Grundgedanken Jesus nicht folgen wollen, sollten sich zum Atheismus bekehren. Der Atheismus stellt an Menschen keine Forderungen. Trotzdem leben Atheisten und Agnostiker die ethischen Vorgaben Jesus oft besser, als Gottgläubige. Zum Beispiel die Juso (schweizerischen Jungsozialdemokraten) mit ihrer 1:12 Initiative. Niemand soll mehr als das 12-fache eines existenszsichernden Gehalts für sich und seine Bedürfnisse nehmen dürfen.


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BeitragVerfasst: So 2. Jun 2013, 16:30 
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Zitat:
Als Kind lernte ich einen Kinderreim: „Kaiser, König, Edelmann, Bürger Bauer Bettelmann....

„… Schuster, Schneider, Leineweber, Bäcker, Kaufmann, Totengräber“. :D
Ganz normale Rangordnung in einem Rudel.. 8-)
War immer schon so -Istzustand -wird wohl immer so sein...
Kann doch ned jeder Kaiser, Staatsoberhaupt oder gar Manager sein...wer würde sonst die Schafe auf die Weide führen, des Vieh mästen oder Brötchen backen?
Zitat:
Der Atheismus stellt an Menschen keine Forderungen.

Nicht?

Zitat:
Zum Beispiel die Juso (schweizerischen Jungsozialdemokraten) mit ihrer 1:12 Initiative.
Niemand soll mehr als das 12-fache eines existenszsichernden Gehalts für sich und seine Bedürfnisse nehmen dürfen.

Wie hoch ist denn der existenzsichere "Standard" für den Einzelnen?


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BeitragVerfasst: So 2. Jun 2013, 19:00 
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Alice hat geschrieben:
Zitat:
Als Kind lernte ich einen Kinderreim: „Kaiser, König, Edelmann, Bürger Bauer Bettelmann....

„… Schuster, Schneider, Leineweber, Bäcker, Kaufmann, Totengräber“. :D
Ganz normale Rangordnung in einem Rudel.. 8-)
War immer schon so -Istzustand -wird wohl immer so sein...
Kann doch ned jeder Kaiser, Staatsoberhaupt oder gar Manager sein...wer würde sonst die Schafe auf die Weide führen, des Vieh mästen oder Brötchen backen?
Zitat:
Der Atheismus stellt an Menschen keine Forderungen.

Nicht?

Zitat:
Zum Beispiel die Juso (schweizerischen Jungsozialdemokraten) mit ihrer 1:12 Initiative.
Niemand soll mehr als das 12-fache eines existenszsichernden Gehalts für sich und seine Bedürfnisse nehmen dürfen.

Wie hoch ist denn der existenzsichere "Standard" für den Einzelnen?


Für Agnostiker wie Atheisten gibt es keine absolute Wahrheit. Entsprechend steht hier keine Menschlichkeit, welche sich als Göttlichkeit ausgibt. Dass der Kommunismus zu viel von den Religiösen und deren mundtotmachenden Verhaltensmustern abgeguckt hat, ist eine andere Realität.

Wer die Grundbedürfnisse für eine Familie mit Einverdienerarbeit befriedigen kann, hat einen "existensicheren Standard". Wenn jedoch Frau wie Mann arbeiten müssen, um die Existenz zu sichern, ist das eine Schweinerei. Eine Schweinerei, welche Masslose verursachten und verursachen. Für sich und ihre Bedürfnisse nehmen sie das bis zu Millionenfache von den ärmsten Mitmenschen. Damit ist es klar, dass es nicht mehr genug für alle hat.


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BeitragVerfasst: So 9. Jun 2013, 13:02 
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Zitat:
Wenn jedoch Frau wie Mann arbeiten müssen, um die Existenz zu sichern, ist das eine Schweinerei.

Angenommen, der Mann (oder die Frau) würde genügend Einkommen haben , um die Existenz(Grundbedürfnisse) der Familie zu sichern.
Nun möchte aber die Frau (oder der Mann) freiwillig arbeiten gehn, um sich einen gewissen "Luxus" leisten zu können(wo nun Luxus beginnt, wäre noch zu klären).
Dadurch ginge aber eventuell ein dringend benötigter Arbeitsplatz für einen Arbeitslosen, an eine Person, die eigentlich das Geld nicht unbedingt "nötig" hat.
Würde man "gerecht" handeln, müsste man zuerst dafür sorgen, dass alle Menschen eines Landes Arbeit haben, so dass deren Existenz gesichert ist und es somit keine Arbeitslosen mehr gäbe, bevor jemand eine Stellung bekommt, um sich ein Zusatzeinkommen (Luxus) zum existenzsicheren Standard verdienen darf/kann.


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BeitragVerfasst: So 9. Jun 2013, 14:23 
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Beiträge: 46
Alice hat geschrieben:
Zitat:
Wenn jedoch Frau wie Mann arbeiten müssen, um die Existenz zu sichern, ist das eine Schweinerei.

Angenommen, der Mann (oder die Frau) würde genügend Einkommen haben , um die Existenz(Grundbedürfnisse) der Familie zu sichern.
Nun möchte aber die Frau (oder der Mann) freiwillig arbeiten gehn, um sich einen gewissen "Luxus" leisten zu können(wo nun Luxus beginnt, wäre noch zu klären).
Dadurch ginge aber eventuell ein dringend benötigter Arbeitsplatz für einen Arbeitslosen, an eine Person, die eigentlich das Geld nicht unbedingt "nötig" hat.
Würde man "gerecht" handeln, müsste man zuerst dafür sorgen, dass alle Menschen eines Landes Arbeit haben, so dass deren Existenz gesichert ist und es somit keine Arbeitslosen mehr gäbe, bevor jemand eine Stellung bekommt, um sich ein Zusatzeinkommen (Luxus) zum existenzsicheren Standard verdienen darf/kann.


Dein Kommentar ist aus meiner Sicht zynisch. Es ist ein himmelweiter Unterschied, ob eine Frau oder Mann einem Zusatzverdienst nachgeht, um sich bescheidenen Luxus leisten zu können, oder ob jemand für sich und seine Bedürfnisse das 10- bis Millionenfache für sich und seine Bedürfnisse nimmt oder geben lässt.


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BeitragVerfasst: Mo 10. Jun 2013, 09:01 
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Beiträge: 519
Zitat:
Dein Kommentar ist aus meiner Sicht zynisch.

Wieso?
Stell dir vor, du kämst bspw. in ein kleines, verarmtes Dorf in Äthiopien mit 50 erwachsenen Einwohner und möchtest dort eine Farm aufbauen oder irgend was andres...
Du bringst soviel Kapital mit, dass du die 25 männlichen Einwohner des Dorfes einstellen kannst, sie somit einen Arbeitsplatz haben und ein Einkommen, um ihre Familien zu ernähren(Grundbedürfnisse erfüllen können)
Einige Frauen möchten aber auch einen Job haben, um sich ein bisschen was dazu verdienen zu können-das würde bedeuten, wenn man ihnen den Job geben würde, ein anderer das Nachsehen hätte, weil eben nur 25 Arbeitsplätze zur Verfügung stehn...
Also-wie würdest du "gerecht" handeln?


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BeitragVerfasst: Mo 10. Jun 2013, 09:29 
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GerhardIngold hat geschrieben:
Menschen also, welche Bedürfnisse haben.
Nach Maslow sind die Bedürfnisse des Menschen bekannt. Hier also nur das Grundbedürfnis aller Menschen:
Das Bedürfnis der Lebenssicherung und damit essen, trinken und einen sicheren Ort zum Schlafen.


Ein Neandertaler krabbelt nach etwa 30.000 Jahren Totenruhe aus seiner Pyramide.

• Weil er Hunger und Durst hat, sucht er im Wald nach Beeren, essbaren Wurzeln und nach einer Quelle. Nachdem er den ganzen Tag auf Nahrungssuche war, ist er müde und will sich in einer Höhle zum Schlafen niederlegen.
(existenzielle Bedürfnisse)

• Aus der Ferne hört er jedoch Gewitter-Grollen und sieht das Leuchten der Blitze. Aus seinem 'letzten Leben' weiß er, dass solch ein Gewitter mit Gefahren für Leib und Leben verbunden ist. Sicherheitshalber schnitzt er deshalb aus einem Stück Baumrinde eine Maske, um die bösen Geister von Blitz und Donner abzuwehren, und hängt diese Maske vor den Eingang seiner Schlaf-Höhle.
(Sicherheits-Bedürfnisse)

• Als er am nächsten Morgen aufwacht und aus seiner Höhle schaut, erblickt er einen anderen Neandertaler. Sie gehen aufeinander zu, umarmen und freuen sich, dass sie nicht allein sind auf dieser Welt.
(Bedürfnis nach sozialen Kontakten) - (Ggf. könnte jetzt auch etwas passieren, was zur ersten Bedürfnis-Ebene passt ...)

• Nachdem sie sich ihre gestrigen Erlebnisse erzählt hatten, führt der eine den anderen zu einem von ihm selbst angelegten Blumenbeet. Voller Stolz erklärt er, wie man solch ein Blumenbeet anlegt. Der andere ist begeistert und zeigt seine Bewunderung ganz deutlich. Das tut dem 'Gärtner' richtig gut.
(Bedürfnis nach Anerkennung)

• Angeregt durch die Schönheit der Blumen im Beet beschließen sie, ihre Höhlenwände mit farbigen Steinen anzumalen. Bei ihrer künstlerischen Beschäftigung fühlen sie sich wie Picasso.
(Bedürfnis nach Selbst-Verwirklichung)


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BeitragVerfasst: Mo 10. Jun 2013, 22:08 
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Registriert: So 2. Jun 2013, 05:23
Beiträge: 46
Alice hat geschrieben:
Zitat:
Dein Kommentar ist aus meiner Sicht zynisch.

Wieso?
Stell dir vor, du kämst bspw. in ein kleines, verarmtes Dorf in Äthiopien mit 50 erwachsenen Einwohner und möchtest dort eine Farm aufbauen oder irgend was andres...
Du bringst soviel Kapital mit, dass du die 25 männlichen Einwohner des Dorfes einstellen kannst, sie somit einen Arbeitsplatz haben und ein Einkommen, um ihre Familien zu ernähren(Grundbedürfnisse erfüllen können)
Einige Frauen möchten aber auch einen Job haben, um sich ein bisschen was dazu verdienen zu können-das würde bedeuten, wenn man ihnen den Job geben würde, ein anderer das Nachsehen hätte, weil eben nur 25 Arbeitsplätze zur Verfügung stehn...
Also-wie würdest du "gerecht" handeln?


Für mich wäre es ganz klar. Ob Mann oder Frau pro Familie in diesem Falle arbeiten würden, ist ohne Bedeutung. Von Bedeutung wäre nur, dass vorerst die Existenz pro Familie durch eine Frau oder einen Mann gesichert werden könnte.

Aber Du weisst vermutlich selbst, dass Dein Beispiel hier recht spekulativ ist.

Aber wenn durch Automatisation, Computer, Zentralisierung tausende oder vielmehr weltweit ca. eine Milliarde Arbeitsplätze eingespart wurden und werden und dafür ca. 5% der Weltbevölkerung einen masslosen Überfluss in die eigenen Taschen fliessen lassen, hat das nichts mehr mit Spekulationen sondern mit der Realität zu tun.

Darum empfand ich Deinen Kommentar zynisch.


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BeitragVerfasst: Mo 10. Jun 2013, 22:11 
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Registriert: So 2. Jun 2013, 05:23
Beiträge: 46
Alice hat geschrieben:
GerhardIngold hat geschrieben:
Menschen also, welche Bedürfnisse haben.
Nach Maslow sind die Bedürfnisse des Menschen bekannt. Hier also nur das Grundbedürfnis aller Menschen:
Das Bedürfnis der Lebenssicherung und damit essen, trinken und einen sicheren Ort zum Schlafen.


Ein Neandertaler krabbelt nach etwa 30.000 Jahren Totenruhe aus seiner Pyramide.

• Weil er Hunger und Durst hat, sucht er im Wald nach Beeren, essbaren Wurzeln und nach einer Quelle. Nachdem er den ganzen Tag auf Nahrungssuche war, ist er müde und will sich in einer Höhle zum Schlafen niederlegen.
(existenzielle Bedürfnisse)

• Aus der Ferne hört er jedoch Gewitter-Grollen und sieht das Leuchten der Blitze. Aus seinem 'letzten Leben' weiß er, dass solch ein Gewitter mit Gefahren für Leib und Leben verbunden ist. Sicherheitshalber schnitzt er deshalb aus einem Stück Baumrinde eine Maske, um die bösen Geister von Blitz und Donner abzuwehren, und hängt diese Maske vor den Eingang seiner Schlaf-Höhle.
(Sicherheits-Bedürfnisse)

• Als er am nächsten Morgen aufwacht und aus seiner Höhle schaut, erblickt er einen anderen Neandertaler. Sie gehen aufeinander zu, umarmen und freuen sich, dass sie nicht allein sind auf dieser Welt.
(Bedürfnis nach sozialen Kontakten) - (Ggf. könnte jetzt auch etwas passieren, was zur ersten Bedürfnis-Ebene passt ...)

• Nachdem sie sich ihre gestrigen Erlebnisse erzählt hatten, führt der eine den anderen zu einem von ihm selbst angelegten Blumenbeet. Voller Stolz erklärt er, wie man solch ein Blumenbeet anlegt. Der andere ist begeistert und zeigt seine Bewunderung ganz deutlich. Das tut dem 'Gärtner' richtig gut.
(Bedürfnis nach Anerkennung)

• Angeregt durch die Schönheit der Blumen im Beet beschließen sie, ihre Höhlenwände mit farbigen Steinen anzumalen. Bei ihrer künstlerischen Beschäftigung fühlen sie sich wie Picasso.
(Bedürfnis nach Selbst-Verwirklichung)


Stammt diese gute Erklärung der maslovschen Bedürfnishierarchie von Dir. Finde ich gut.


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BeitragVerfasst: Mo 10. Jun 2013, 22:32 
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Registriert: Sa 13. Apr 2013, 20:04
Beiträge: 519
Zitat:
Stammt diese gute Erklärung der maslovschen Bedürfnishierarchie von Dir. Finde ich gut.

Nö..
Als wir in der Pflegepersonalausbildung unter anderem auch Maslow und Orem durchnahmen, las ich relativ viel im net darüber, da ich mir auf diesem Weg leichter mit lernen tat-und da sties ich darauf und speicherte es auf der Festplatte ab-auch noch ein andres, das mir aber nicht so gut gefiel wie das Obrige,:

Stellen Sie sich Robinson Crusoe vor, der gerade auf der einsamen Insel gestrandet ist. Was wird er wohl tun?

• Zunächst wird er versuchen, sein nacktes Überleben zu sichern, also Essen und frisches Wasser zu suchen, damit er wieder zu Kräften kommt. Wenn er erschöpft ist, wird er eine Weile schlafen
--> Physiologische Grundbedürfnisse.

• Dann überlegt er sich, ob es auf der Insel wilde Tiere gibt. Und was ist, wenn das Wetter mal schlecht wird und es zu Stürmen kommt? Also versucht Robinson Crusoe, sich eine kleine Hütte zu bauen
--> Sicherheitsbedürfnisse.

• Als das alles geklärt ist, beginnt Robinson Crusoe sich zu langweilen. Er führt Selbstgespräche und ist erfreut, als er einen Gefährten - Freitag - trifft
--> Zugehörigkeits- und Liebesbedürfnisse.

• Zu Beginn läuft auch alles gut zwischen beiden, aber dann möchte Robinson sich doch etwas von Freitag abheben und diesem zeigen, dass er ihm überlegen ist. Insgeheim freut Robinson sich riesig über die großen Augen von Freitag, als dieser ihm beim Schnitzen beobachtet
--> Wertschätzungsbedürfnis.

• Als alles geschafft ist, sitzt er den Großteil des Tages am Strand, philosophiert über den Sinn des Lebens und bemüht sich, ein noch besserer Mensch zu werden
--> Bedürfnis nach Selbstverwirklichung.


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