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 Betreff des Beitrags: Glauben heißt nicht Wissen
BeitragVerfasst: Di 31. Mär 2015, 10:57 
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Ulrich Kutschera deckt diese primitive Desinformation der Religiösen gnadenlos auf.
Langsam werde ich stolz, dass dieser Wissenschaftler in Kassel, meiner Heimatstadt, lehrt. Die Wissenschaft müßte sich viel stärker gegen diese Verlogenheiten der Theologen wehren. Es gibt zuwenige, die sich gegen diese Unterstellungen von geistigen Quacksalbern wehren. Gut, es kostet Zeit. Aber in meinen Augen wäre diese Arbeitszeit gut investiert. Jedenfalls besser als in Zeit und Geld, esoterischen Quark an Universitäten und Schulen zu etablieren.
ullr
Dem hpd sei Dank.

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 Betreff des Beitrags: Re: Glauben heißt nicht Wissen
BeitragVerfasst: Di 31. Mär 2015, 14:04 
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Die Diskussionsrunde bei Gert Scobel mit Ulrich Kutschera habe ich in der Originalausstrahlung und jetzt nochmals in der Mediathek gesehen. Ich verstehe weder die Aufregung noch die Begeisterung was Kutschera anbetrifft. Für jemanden, der sich ein wenig mit den Fragen auseindergesetzt hat, war doch alles mehr oder weniger bekannt.

Kein Theologe hat im Gespräch mir gegenüber die These vertreten, dass Glaube mit Wissen identisch ist . Wenn ein Gespräch in diese Richtung abdriftete, habe ich immer darauf hingewiesen, dass nicht genügend sorgfältig unterschieden wird zwischen Gewissheit und Wissen.

Gruß/Pelagius.

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Betrachte alles, was geschieht,
ohne Feindseligkeit, ohne Neid, ohne Eile.


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 Betreff des Beitrags: Re: Glauben heißt nicht Wissen
BeitragVerfasst: Mi 1. Apr 2015, 15:58 
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Ich fand die ganze Debatte unmöglich, incl. Kutschera. Schreiben mag er können, reden offenbar nicht.

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"Mangel an historischem Sinn ist der Erbfehler aller Philosophen ... Alles aber ist geworden;
es gibt keine ewigen Tatsachen: sowie es keine absoluten Wahrheiten gibt."


- Friedrich Nietzsche


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 Betreff des Beitrags: Re: Glauben heißt nicht Wissen
BeitragVerfasst: Mi 1. Apr 2015, 19:00 
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Marcellinus hat geschrieben:
Ich fand die ganze Debatte unmöglich, incl. Kutschera. Schreiben mag er können, reden offenbar nicht.


Stimmt, ich hab da mehr von ihm erwartet, nachdem ich unter anderem sein Buch "Tatsache Evolution" gelesen hatte. Aber die Angst vor der vermeintlich feindlichen Öffentlichkeit lässt da wohl nicht mehr zu. Wie auch immer, wer es nicht gesehen hat, hat sicher nichts versäumt.

abschließend bemerkend.................tribald


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 Betreff des Beitrags: Re: Glauben heißt nicht Wissen
BeitragVerfasst: Do 12. Jan 2017, 18:41 
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25 Antworten auf eine unbeantwortbare Frage
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Zitat:
Die Frage nach der Existenz des Göttlichen ist populär, aber wenig ergiebig. Bevor man sie stellt, sollte klar sein, was man da eigentlich bejaht oder verneint. Woran glaubt, wer glaubt?
Darauf gibt es so viele Antworten, wie es Menschen gibt. 25 Repliken von mehr oder weniger prominenten Bayern auf eine nicht beantwortbare Frage.

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Adam und Eva spazieren Händchen haltend im Paradies-garten, auf-einmal fragt Eva: Adam liebst du mich? Adam: ja Wenn denn sonst?!


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 Betreff des Beitrags: Re: Glauben heißt nicht Wissen
BeitragVerfasst: Do 12. Jan 2017, 21:44 
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Wenn man sagt, es gäbe auf eine Frage so viele "Antworten" wie Menschen, dann heißt das mit anderen Worten: es gibt keine Antwort, und die einzig interessante Frage bleibt, warum nicht.

Die Antwort darauf ist ziemlich einfach (oder zweifach, wenn man so will):

1. Begrifflich ist es so, dass es auch nach 2500 Jahren westlicher Philosophiegeschichte kein einziges überzeugendes Argument für die Existenz eines "Gottes" gibt. Alle bekannten Gottesbeweise sind gescheitert.

2. Empirisch gibt es keinerlei Belege für die Existenz von Göttern, dafür recht gut belegte Theorien über die soziale Entwicklung von Religiosität.

Allerdings hat Religiosität in der heutigen Zeit auch nichts mehr mit Argumenten oder empirischen Belegen zu tun, viel mehr mit einem (oder mehreren) blinden Flecken, den der eine oder andere seinem Verstand gönnt. Es ist ein Thema, auf das unser Verstand einfach nicht angesetzt wird, jedenfalls nicht in seiner kritischen Form. Unser Gehirn hat dafür den ich-rücke-mir-die-Welt-zurecht-Modus. Das ist keine Frage von mehr oder weniger Intelligenz. Intelligente machen das nur auf einem höheren Niveau. Wer einmal theologische oder philosophische Abhandlungen gelesen hat, weiß, was ich meine.

Ich denke, jeder von uns hat so einen Bereich, in dem er von kritischen Fragen, fremden wie eigenen, nicht belästigt werden möchte, und das ist an sich auch nicht schlimm, solange man anderen damit nicht schadet oder sie belästigt.

Problematisch wird es da, wo ein solcher "blinder Fleck" benutzt wird, um die Regeln unseres Zusammenlebens zu bestimmen, sei es durch Religionen oder Ideologien.

(Die Anregung zu diesen Gedanken habe ich übrigens gefunden bei Jörg Wipplinger und Thomas Metzinger)

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 Betreff des Beitrags: Re: Glauben heißt nicht Wissen
BeitragVerfasst: Fr 13. Jan 2017, 06:53 
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ich habe zum Thema Gott was gutes gefunden:
Zitat:
Wie kann man die Eigenschaften Gottes definieren?
Es gibt drei Möglichkeiten, Gottes Eigenschaften zu definieren, und manche davon wurden und werden auch miteinander kombiniert.

1. Positiv durch Zuschreibung positiver Attribute, wie etwa gütig (positive Theologie).

2. Negativ, in dem man sagt, was Gott nicht ist, wie etwa unbegreifbar (negative Theologie).

3. Durch Zuschreibung von unbegrenzten Attributen, wie etwa 'all' (z. B. in allmächtig).

Nun hat Existenz selbst eine interessante Eigenschaft – Existenz ist begrenzt. Wir kennen keine Objekte, die unbegrenzt sind. Wir erkennen Objekte dadurch, dass sie sich von anderen unterscheiden und dass man sie eingrenzen  kann. Deswegen kann man Existenz auch grundsätzlich mit positiven Eigenschaften beschreiben, negative Eigenschaften sind die Eigenschaften der Nichtexistenz.

Wenn man also sagt, Gott sei unendlich, unsichtbar und unbegreifbar, dann kann man damit Nichts meinen – denn auch folgender Satz ist wahr: Das Nichts ist unendlich, das Nichts ist unsichtbar und das Nichts ist unbegreifbar. Eine solche Definition ist leer, sie enthält nichts mehr. Der Vorgang des Definierens selbst bedeutet stets ein Eingrenzen – ohne diese Grenzziehung enthalten wir leere und/oder sinnlose Begriffe. Da aber Gott nicht eingegrenzt werden soll, kann er auch nicht definiert werden. Demnach wäre nämlich eine Definition stets falsch. Was aber nützt es, über einen Gott zu reden, über den man nichts weiß oder über den das, was man weiß, schlicht falsch ist?

Damit landen wir bei der Eigenschaft »undefinierbar«. Wir können nur definieren, was existiert, die Nichtexistenz ist nicht definierbar und unbegrenzt. Man könnte auch sagen, Gott hat alle Eigenschaften der Nichtexistenz. Die Theisten befinden sich in einem Dilemma. Entweder definieren sie die Eigenschaften so, dass man etwas mit ihnen anfangen kann, dann begrenzen sie Gott. Damit wird der Gottesbegriff gleichzeitig anfällig für Kritik. So kann man anhand der Theodizee zeigen, dass Gott nicht gütig und allmächtig gleichzeitig sein kann. Da es den Theisten aber darum geht, ihren Gott vor Kritik zu schützen, müssen sie ihn negativ oder mit unbegrenzten Eigenschaften wie Allmacht, Ewigkeit, Unbegreifbarkeit etc. ausstatten Aber damit sind die Definitionen zum einen kognitiv leer (= man kann sich nichts Sinnvolles mehr darunter vorstellen), zum anderen haben sie Gott damit aus dem Bereich der Existenz entfernt. Denn wenn Existenz weiterhin ein sinnvoller Begriff sein soll, dann funktionieren die theistischen Definitionen nicht _2_.

weiterlesen: uA. Ist der Begriff »Gott« sinnlos?

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 Betreff des Beitrags: Re: Glauben heißt nicht Wissen
BeitragVerfasst: Fr 13. Jan 2017, 18:08 
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Registriert: So 14. Apr 2013, 09:59
Beiträge: 771
Fibie hat geschrieben:
ich habe zum Thema Gott was gutes gefunden: ...

Ich gebe ganz ehrlich zu, daß sich mein Interesse an solchen Themen mittlerweile in Grenzen hält. Ich vermag nicht so richtig einzusehen, warum sich ein Nichtreligiöser wie ich mit etwas beschäftigen soll, was ihn persönlich nicht betrifft.

Ich bin kirchenfern aufgewachsen, und Religion war bei uns zuhause eine rein bürgerliche Konvention. Ich bin also das, was man einen "geborenen Ungläubigen" nennen könnte, und damit entfällt auch persönliche Vergangenheitsbewältigung als Grund für eine Auseinandersetzung mit diesem Thema.

Religionen haben unterschiedliche Aspekte. Ihre Welterklärungen sind überholt, ihre moralischen Normen gescheitert, und als persönliche Beziehung zu "Übersinnlichem" für mich ohne Bedeutung (um es vorsichtig auszudrücken).

Religionen breiten sich (wenn überhaupt) überall dort aus, wo die Sozialstrukturen mittelalterlich sind und die Herrschaftsstrukturen autoritär. Nichts, was ich nachahmenswert finde.

Nach einigen Jahren in weltanschaulichen Foren habe ich auch nicht den Eindruck, daß Religionen Antworten auf irgendwelche Fragen oder Probleme hätten, außer auf solche, die man ohne Religion gar nicht hat.

Argumentativ ist das Thema Religion erledigt, und so ist es auch kein Wunder, daß ihre Vertreter wie ihre Anhänger durch Argumente nicht zu erreichen sind, und was sie selbst unter dieser Bezeichnung zu bieten haben, ist eine Mischung aus Hilflosigkeit und ideologischer Mottenkiste. Die einsichtigeren unter ihnen sagen daher ehrlich, daß es einfach eine Frage des Glaubens sei. Was will man dazu sagen?

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 Betreff des Beitrags: Re: Glauben heißt nicht Wissen
BeitragVerfasst: Fr 13. Jan 2017, 18:19 
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Registriert: Mo 15. Apr 2013, 22:45
Beiträge: 226
Marcellinus hat geschrieben:
Fibie hat geschrieben:
ich habe zum Thema Gott was gutes gefunden: ...

Ich gebe ganz ehrlich zu, daß sich mein Interesse an solchen Themen mittlerweile in Grenzen hält. Ich vermag nicht so richtig einzusehen, warum sich ein Nichtreligiöser wie ich mit etwas beschäftigen soll, was ihn persönlich nicht betrifft.


Exakt so verhält sich bei mir. Es ist alles x-mal gesagt worden. Unsereiner legt dieses Thema dann zu den Akten. Mich interessieren mehr die irdischen Auswirkungen von organisierter Religion. Da gibt es mehr als genug schwarze Flecken zu entdecken. Mafiöse Strukturen, Schmarotzertum reinsten Wassers, etc etc. Dagegen ist der reine Aberglauben für mich uninteressant geworden.


das ähnlich wie Marcellinus sehend...............tribald


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 Betreff des Beitrags: Re: Glauben heißt nicht Wissen
BeitragVerfasst: Sa 14. Jan 2017, 02:25 
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Registriert: So 14. Apr 2013, 13:54
Beiträge: 148
Fibie hat geschrieben:
ich habe zum Thema Gott was gutes gefunden:


Ach, das ist ja von Volker. Der kniet sich echt in das Thema rein. Ich weiss nicht, woher er seine Ausdauer hat.


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