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BeitragVerfasst: Do 25. Sep 2014, 10:42 
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Hab ich grad gefunden:
Zitat:
Ich glaube, dass du da auch was Richtiges spürst: unser Erkennen und Verstehen ist ein Vorläufiges, und es kann durchaus richtig und wichtig sein, sich ein bestimmtes inneres Wissen um die Richtigkeit von etwas, das man erahnt, zu bewahren. Auch wenn man es vorläufig nicht mit dem, was man weiß oder wissen könnte, in Übereinstimmung bringt. Diskrepanzen zwischen dem Ahnen und wissbaren Wissen fordern ja genau heraus, weiter zu denken und mehr verstehen lassen.

Würde sich das für einen Philosophiethread über "erahntes Wissen" eignen?
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Weshalb erinnert mich das an Rumsfeld?
ullr

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"Jede Religion hat das Recht, verarscht zu werden." - Heute Show am 31. Okt 2014


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BeitragVerfasst: Do 25. Sep 2014, 16:41 
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ullr hat geschrieben:
Hab ich grad gefunden:
Zitat:
Ich glaube, dass du da auch was Richtiges spürst: unser Erkennen und Verstehen ist ein Vorläufiges, und es kann durchaus richtig und wichtig sein, sich ein bestimmtes inneres Wissen um die Richtigkeit von etwas, das man erahnt, zu bewahren. Auch wenn man es vorläufig nicht mit dem, was man weiß oder wissen könnte, in Übereinstimmung bringt. Diskrepanzen zwischen dem Ahnen und wissbaren Wissen fordern ja genau heraus, weiter zu denken und mehr verstehen lassen.

Würde sich das für einen Philosophiethread über "erahntes Wissen" eignen?

Wenn man es nicht ganz so wörtlich nimmt, steckt aber vielleicht doch etwas Richtiges drin (und ist vielleicht sogar gemeint).

Mir ist es schon öfter so gegangen, daß ich eine Reihe von Fakten hatte, und eine Ahnung, daß und wie sie wohl zusammenhängen könnten, nur paßte immer irgendetwas nicht, so eine Art: ich weiß, daß ich Recht habe, nur leider nicht genau, warum! :D

Also bleibt nur, wie in dem Zitat gesagt, dran zu bleiben, bis "Ahnen" und "Wissen" zusammenpassen - oder man mit seiner schönen Ahnung scheitert. Das gibt es nämlich auch, und gar nicht mal so selten, und das fehlt in dem Zitat. Vermute ich richtig, daß du dich daran gestoßen hast? ;)

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"Mangel an historischem Sinn ist der Erbfehler aller Philosophen ... Alles aber ist geworden;
es gibt keine ewigen Tatsachen: sowie es keine absoluten Wahrheiten gibt."


- Friedrich Nietzsche


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BeitragVerfasst: Do 25. Sep 2014, 19:07 
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ullr hat geschrieben:
Hab ich grad gefunden:
Zitat:
Ich glaube, dass du da auch was Richtiges spürst: unser Erkennen und Verstehen ist ein Vorläufiges, und es kann durchaus richtig und wichtig sein, sich ein bestimmtes inneres Wissen um die Richtigkeit von etwas, das man erahnt, zu bewahren. Auch wenn man es vorläufig nicht mit dem, was man weiß oder wissen könnte, in Übereinstimmung bringt. Diskrepanzen zwischen dem Ahnen und wissbaren Wissen fordern ja genau heraus, weiter zu denken und mehr verstehen lassen.

Würde sich das für einen Philosophiethread über "erahntes Wissen" eignen?
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Weshalb erinnert mich das an Rumsfeld?
ullr


Mich erinnert es an diverse Eso-Damen und ihre Auslassungen. Bei Männern eher seltener anzutreffen. :D
Ich bin für solche Sachen nicht zu gebrauchen. Ich neige eher dazu ziemlich grob dazwischen zu fahren. "erahntes Wissen" in der Sicht von Marcello wäre gerade noch annehmbar für mich, aber so ist das von den Vertretern dieser Sicht sicher nicht gemeint. Erglaubtes Wissen, nicht messbare Energieströme, die Ahnung von den Dingen dahinter, alles der pure Aberglauben.

leicht grantig statemendent.............tribald


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BeitragVerfasst: Do 25. Sep 2014, 19:28 
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tribald hat geschrieben:
... Marcello ...

Marcellinus! So viel Zeit muß sein! :D

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BeitragVerfasst: Do 25. Sep 2014, 21:00 
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Hallo Marcellinus, dieser Ausdruck "erahntes Wissen" ist m.M.n. sowas von abgefahren, dass ich diesen Thread garnicht im Tellerrandhorizont gestartet habe, sondern hier im Basar. Ich denke, man kann Wissen nicht "erahnen" Entweder ich habe Wissen (auch eine Vermutung ist Wissen, nur halt ungesichert, und eine Ahnung ist noch viel ungesicherter) denn es gibt ja Gründe, zu vermuten. Der nächste Schritt ist, diese Vermutung zu untersuchen. Für diese Untersuchung baut man sich ein Verfahren auf, die die Unsicherheit über die Vermutung kleiner werden läßt. In welcher Richtung auch immer.
Deshalb wäre "erahntes Wissen" eben kein "Wissen, sondern "Nichtwissen" Nichtwissendes Wissen, da nichtet das Nichts, aber Hallo!
ullr

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BeitragVerfasst: Fr 26. Sep 2014, 00:21 
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Marcellinus hat geschrieben:
tribald hat geschrieben:
... Marcello ...

Marcellinus! So viel Zeit muß sein! :D


:oops: :oops: :oops:

sich tatsächlich fast ein bisschen schämend...............tribald


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BeitragVerfasst: Fr 26. Sep 2014, 00:28 
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ullr hat geschrieben:
Hallo Marcellinus, dieser Ausdruck "erahntes Wissen" ist m.M.n. sowas von abgefahren, dass ich diesen Thread garnicht im Tellerrandhorizont gestartet habe, sondern hier im Basar. Ich denke, man kann Wissen nicht "erahnen" Entweder ich habe Wissen (auch eine Vermutung ist Wissen, nur halt ungesichert, und eine Ahnung ist noch viel ungesicherter) denn es gibt ja Gründe, zu vermuten. Der nächste Schritt ist, diese Vermutung zu untersuchen. Für diese Untersuchung baut man sich ein Verfahren auf, die die Unsicherheit über die Vermutung kleiner werden läßt. In welcher Richtung auch immer.
Deshalb wäre "erahntes Wissen" eben kein "Wissen, sondern "Nichtwissen" Nichtwissendes Wissen, da nichtet das Nichts, aber Hallo!
ullr


Nichtswissendes Wissen nichtet das Nichts mittels unmessbarer Ernergieströme zur Erahnung von den Dingen dahinter zum Wohle aller Wollenden.
Und es wächst und gedeiht in ungeahnte Sphären hinein, und lässt die Schauer des Entzückens über alle Suchenden hienieder rieseln. Welch Wonne offenbart sich da den Kundigen, Welch Wonne......ohhhhhhhhhhhhhh

mal in die Vollen gehend..............tribald


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BeitragVerfasst: Fr 26. Sep 2014, 03:52 
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ullr hat geschrieben:
Ich denke, man kann Wissen nicht "erahnen" Entweder ich habe Wissen (auch eine Vermutung ist Wissen, nur halt ungesichert, und eine Ahnung ist noch viel ungesicherter) denn es gibt ja Gründe, zu vermuten.


Das haengt nun mal davon ab, wie man "Wissen" definiert 8-)


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BeitragVerfasst: Fr 26. Sep 2014, 09:14 
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Domingo hat geschrieben:
ullr hat geschrieben:
Ich denke, man kann Wissen nicht "erahnen" Entweder ich habe Wissen (auch eine Vermutung ist Wissen, nur halt ungesichert, und eine Ahnung ist noch viel ungesicherter) denn es gibt ja Gründe, zu vermuten.

Das haengt nun mal davon ab, wie man "Wissen" definiert 8-)

Das genau ist der Punkt!

Was wir "wissen", sind nicht einfach Tatsachen, sondern immer Tatsachenbeobachtungen in einem bestimmten Zusammenhang, wobei wir diese Zusammenhänge nicht "sehen", sondern konstruieren. Ob diese Konstruktionen, diese Modelle einen realistischen Gehalt haben, können wir immer nur durch Experimente überprüfen. Manche bestätigen unsere Modelle, aber wirklich Neues lernen wir nur, wenn unsere Modelle ganz oder in Teilen an der Wirklichkeit scheitern.

"Wissen", so könnte man verkürzt sagen, meint Modelle von Zusammenhängen, die sich durch Tatsachenbeobachtungen belegen lassen. Wissensfortschritt (wenn er denn stattfindet) besteht darin, daß unsere aktuellen Modelle besser, realistischer, umfassender werden als die vorhergehenden.

Aber diese Modelle fallen nicht vom Himmel. Ihnen voraus gehen Beobachtungen, die nicht in unsere aktuellen Modelle zu passen scheinen, und unser Gehirn, die "nervöse Alarmanlage", produziert alle möglichen und unmöglichen Zusammenhänge. Und wenn man lange an einem Problem herumprobiert, kommt das ins Spiel, was man "Ahnungen" nennen könnte, das Gefühl, "nah dran" zu sein. Manchmal täuscht dieses Gefühl, manchmal nicht, aber ich habe es immer nützlich gefunden, dieses Gefühl ernst zu nehmen.

Seit über 2 Jahrzehnten verdiene ich mein Geld mit Datenbankentwicklung. Da sind im Lauf der Jahre Projekte gewachsen, die man selbst dann nicht mehr vollständig überblicken kann, wenn man sie selbst geschrieben hat. Dabei ist es mir immer wieder passiert, daß Kundenwünsche ("können wir nicht mal eben...") bei mir eine warnendes Gefühl im Bauch auslösten.

Ich ahne in solchen Fällen mehr als ich weis, daß das zu Problemen führen wird. Hängt mit den Eigenschaften und Fähigkeiten unseres Unterbewußtseins zusammen, das zwar nicht so "intelligent" sein mag wie unser Bewußtsein, dafür aber in viel kürzerer Zeit eine viel größere Menge an Fakten kombinieren und verarbeiten kann.

Ähnlich geht es mir, wenn sich ein Problem partout nicht lösen lassen will. Oft gehe ich dann ein halbe Stunde spazieren und gebe meinem Unterbewußtsein Zeit, die Sache zu sortieren. Das letzte Kapitel einer Facharbeit während meines Studiums (das übrigens gar nicht geplant war) habe ich an einer Bushaltestelle geschrieben. Es stand auf einmal vor meinem „inneren Auge“ und wollte raus! ;)

Eins muß allerdings klar sein, diese Ahnungen, Intuition, Bauchgefühl, nenn es wie du willst, ist keine "höhere" Form der Erkenntnis, und schon gar kein Ersatz für einen handfesten Beweis ("Das letzte Wort hat immer das Experiment."). Es ist einfach nur ein Teil unserer geistigen Möglichkeiten und hat mit Esoterik nichts zu tun.

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BeitragVerfasst: Fr 26. Sep 2014, 09:16 
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tribald hat geschrieben:
...lässt die Schauer des Entzückens über alle Suchenden hienieder rieseln. Welch Wonne offenbart sich da den Kundigen, Welch Wonne......ohhhhhhhhhhhhhh

Ich weiß ja nicht, was du so nimmst, aber bist du sicher, daß das in deinem Alter noch was ist? :lol:

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